Zieht sich extrem

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athene1989 Avatar

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„The Poison Daughter – Zum Sterben schön“ von Sheila Masterson klang für mich unheimlich interessant und auch die ersten Seiten haben mich sehr gefesselt. Die Carrenwells haben alle unterschiedliche Gaben und halten diese weitestgehend geheim. Harlow trägt in ihren Lippen Gift und kann so jeden mit einem Kuss töten. Als sie Henry Havenwood heiraten soll, ist sie außer sich. In der Nacht stiehlt sie sich von Zuhause weg, um gegen Männer zu kämpfen, die sich an Schutzlose vergreifen. Doch ihr neuster Auftrag lässt sich von ihrem Gift nichts anhaben und am nächsten Tag stellt sich heraus, dass dieser Mann ihr Verlobter ist, der seinen eigenen Plan verfolgt.
Gerade auf all diesen Gaben und dem vampirverseuchten Wald war ich sehr neugierig. Mir hat die Seitenzahl von fast 900 etwas Sorgen bereitet, denn wenn einem ein Buch nicht gefällt, kann es sehr zäh werden und das wurde es hier leider. Ich fand das Grundgerüst unglaublich super und die Story hatte so viel Potential mit den ganzen Intrigen in den Familien, den Unsterblichen und Blutleeren und allem, aber es wurde überhaupt nicht genutzt. Das Ende ließ sich recht gut lesen, weil dort viel passiert ist, aber sonst hat sich das Buch unglaublich gezogen und ich musste es sogar für acht Tage weglegen, weil ich es nicht mehr lesen wollte. Das Buch wäre nur etwa halb so dick, wenn die ganzen Wiederholungen verschwinden würden. Das ist gerade am Anfang bis zur Mitte extrem, danach geht es zum Glück. Auch sind unglaublich viele Fehler vorhanden, sei es einzelne Wortfehler, sodass da ihn steht, obwohl in gemeint ist, als auch extrem viele Logikfehler. So kann Henry keine Farben sehen und kann nur zwischen schwarz und weiß unterscheiden, aber zwischendurch wurde dies scheinbar vergessen, sodass er ausmachen konnte, dass Harlows Kleid silber drinnen hat. So ging es die ganze Zeit und wenn dann mal etwas passiert ist, dann wurde es vulgär. Ich habe mit spice-Szenen gerechnet und die Menge war auch okay, aber es war doch manchmal recht verstörend und sehr vulgär. Hätte ich noch einmal das f-Wort gelesen, wäre ich sicherlich durchgedreht. Denn irgendwie wurde immer nur das Wort für intimere Sachen genommen und das war einfach anstrengend. Auch hatten die Charaktere kaum Tiefe und waren schlecht ausgearbeitet. Sicherlich gab es Sachen, die ich gut fand, wie Harlow mit ihrer Schwester oder Henry mit seinem Geheimnis bezüglich ihm und seinen Eltern, aber sonst kam da nicht viel rüber. Es war als ob die Charaktere nur das aus machen würde. Lustig fand ich, dass sich beide aufgeregt haben, wenn der eine den anderen angelogen, manipuliert oder sonst was hat, macht aber die ganze Zeit das selbe... Hingegen fand ich Henrys Freunde und Gaven recht gut gelungen. Das interessante war, dass so viel unnützer Kram geschrieben wurde, der einfach nur das Buch noch dicker gemacht hat, aber als es dann wirklich wichtig wurde, wie als Henry Harlow vor ihrer Familie küsst und diese einfach schockiert sind, weil sie nicht wissen, dass ihr Gift bei ihm nicht wirkt, wird einfach alles ausgelassen. Keine Gespräche, die in dem Fall wichtig wären, keine sonstigen Handlungen, einfach nichts. Auch beim Ende wurde einfach an einigem gespart, wie zum Beispiel über Informationen über Stefan. Für mich war das Buch ein einziger Reinfall und kriegt nur zwei Sterne, weil ich die Nebencharaktere mochte und das Grundgerüst gut fand.