Zwischen Magie, Geheimnissen und ganz viel Herbststimmung 🍂

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mienchen112 Avatar

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Ich wusste bei The Poison Daughter ehrlich gesagt ziemlich schnell: Das könnte entweder richtig gut werden – oder mich irgendwann mit meinen ganzen Fragezeichen zurücklassen. Und am Ende ist tatsächlich beides ein bisschen passiert.

Die Idee fand ich von Anfang an richtig spannend: Harlow Carrenwell hat Gift in ihren Lippen und ihre Küsse sind tödlich. Eigentlich soll ausgerechnet ihr neuer Verlobter Henry ihr nächstes Opfer werden. Blöd nur, dass Henry ihren Kuss überlebt. Und damit beginnt eine Geschichte voller Geheimnisse, Intrigen, Magie, Familienproblemen und ziemlich viel Spice.

Harlow war für mich dabei definitiv das Highlight. Ich mochte ihre Art, ihren Dickkopf und vor allem, dass sie nicht einfach die perfekte Heldin ist. Je mehr man über ihre Vergangenheit und ihre Familie erfährt, desto mehr konnte ich verstehen, warum sie so geworden ist. Gerade die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit hat mich gegen Ende richtig berührt und gehört für mich zu den stärksten Teilen des Buches.

Auch Harlow und Henry mochte ich zusammen sehr gerne. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und ich fand es schön zu beobachten, wie sich aus Misstrauen und Vorsicht langsam Vertrauen entwickelt. Henry ist dabei natürlich alles andere als leicht zu durchschauen und einige Enthüllungen rund um ihn haben mich tatsächlich überrascht. Gerade deshalb wollte ich immer wissen, was hinter seinem Verhalten und seinem großen Plan steckt.

Und dann kommt mein großes „Aber“.

Denn während ich die Figuren und die Geschichte an sich wirklich mochte, hatte ich mit dem Worldbuilding und einigen Entwicklungen der Fantasyhandlung meine Schwierigkeiten. Es werden unglaublich viele Geheimnisse und Zusammenhänge aufgebaut und ich war irgendwann an dem Punkt: Okay… und wann bekomme ich jetzt endlich Antworten?

Einige Dinge haben sich für mich am Ende nicht ganz rund aufgelöst oder wurden mir einfach zu schnell abgehandelt. Gerade rund um die Blutleeren, Blutbrüter, Unsterblichen, Mountain Haven, Stefan und Harlows Kopfschmerzen hatte ich mir teilweise mehr Klarheit gewünscht. Dafür gab es aber auch einige Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte.

Zwischendurch hatte die Geschichte für mich außerdem ein paar Längen und manches wiederholte sich. Und beim Spice musste ich ebenfalls das ein oder andere Mal schmunzeln. Ich mag spicy Geschichten wirklich gerne, aber hier war es mir stellenweise einfach etwas zu viel – besonders dann, wenn ich gerade viel gespannter auf die eigentliche Handlung und die offenen Geheimnisse war.

Trotzdem habe ich The Poison Daughter wirklich gerne gelesen. Die Geschichte hat mich immer wieder neugierig gemacht, ich habe mit Harlow mitgefühlt und gerade ihre persönliche Geschichte konnte mich emotional erreichen. Dazu kamen einige überraschende Momente und eine Lovestory, deren Entwicklung mir gefallen hat.

Das Finale selbst hatte dann nochmal einiges zu bieten, ging mir an manchen Stellen aber etwas zu schnell. Trotzdem habe ich Harlow und Henry ihr Happy End von Herzen gegönnt.

Mein Fazit: The Poison Daughter ist für mich eine spannende, düstere und spicy Fantasy-Romance mit einer tollen Protagonistin und einer Lovestory, die mir richtig gut gefallen hat. Beim Worldbuilding und bei einigen offenen Fragen hätte ich mir allerdings mehr Tiefe und klarere Auflösungen gewünscht.

Nicht ganz das Fantasy-Highlight, das ich mir nach dem starken Einstieg erhofft hatte – aber definitiv eine Geschichte, mit der ich eine gute und unteRaltsame Lesezeit hatte.