Ein Café, Musik und ein kleines englisches Dorf

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juli1997 Avatar

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Jude will lieber überall anders sein, aber für die Hochzeit ihrer Schwester kommt sie zurück in ihr Heimatdorf Lower Whilby.
Dort trifft sie auf James, der dorthin gezogen ist um in Ruhe ein Café führen zu können. Diese Begegnung bringt vieles Durcheinander, denn vielleicht ist Lower Whilby gar nicht so schlimm wie gedacht?

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön gestaltet, die Personen sehen wirklich aus wie Jude und James und auch der Farbeschnitt ist toll.
Der Schreibstil von Kira Groh hat mir gut gefallen, sehr flüssig, sarkastische Unterhaltungen, etwas Spannung und interessante Charaktere.

Jude ist eine Weltenbummlerin, die es nie lange an einem Ort aushält. Sie hat mehr schwarzen Humor, als gut ist und stiftet überall Chaos. Aber die ist auch empathisch und will, dass es allen gut geht.
James ist der Sohn von berühmten Musikern und liebt die Ruhe in Lower Whilby. Der sture, ruhige und sportliche Barista ist damit das Gegenteil von Jude, verfällt ihr aber schon bei der ersten Begegnung.
Ich fand es toll, wie sich die beiden näher kommen, denn es ist nicht zu schnell, sondern in einem angenehmen Tempo.
Aber leider hat mir die Anziehung zwischen den beiden gefehlt, die Gefühle sind bei mir leider nicht angekommen.

Was mir umso besser gefallen hat, war die Beschreibung von Lower Whilby, die Leute von dort und der Dorfzusammenhalt. Das ist der Autorin richtig gut gelungen.
Was dagegen gefehlt hat, war der Herbstvibe. Bis auf das Festival und die Erwähnung von Pumpkin Spiced Latte, gab es da nicht viel. Das fand ich sehr schade.

Das Ende hat die Handlung gut abgeschlossen, es hat gut zu Jude und James gepasst. Leider hatte ich mir insgesamt etwas mehr erhofft.

Mein Fazit:
Jude und James konnten mich leider nicht ganz von sich überzeugen, Lower Whilby aber schon.
Ich hoffe, dass die anderen Bücher der Reihe mich mehr überzeugen können und bleibe an der Reihe dran.