Gelungene Kleinstadtromance

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schuh Avatar

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Kyra Groh hat mit Pumpkin Spice Latte Disaster ein gelungenes Herbstbuch geschrieben. Sie nimmt uns mit in die Kleinstadt Whilby, eine Stadt, wie viele von uns sie kennen. Jeder kennt jeden und alles wird breit getreten.
Jude, die nach einer traumatischen Kind- und Jugendzeit ihre Heimatstadt und auch ihre lieblosen und engstirnig Elter verlassen hat, kehrt gezwungenermaßen zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester dorthin zurück.
Gleich bei ihrem Eintreffen wird ihr klar, dass trotz der langen Zeit, die mittlerweile vergangen ist, sie immer noch das schwarze Schaf der Familie und somit der ganzen Stadt geblieben ist. Sie will nur schnell die Hochzeit hinter sich bringen und gleich wieder flüchten.
Doch daraus wird leider nichts. Jude sieht sich gezwungen, ihrer Schwester nach einem Zwischenfall beizustehen und erstmal in Whilby zu bleiben.
Sie nimmt aushilfsweise einen Job in einem Café an. Das Café wird von einem Hinzugezogenem geführt, der sich nach Whilby zurückgezogen hat. James, der Sohn eines bekannten Rockstarpärchens, sucht die Ruhe weit weg von seinen berühmten Eltern. Jude und James könnten nicht unterschiedlicher sein und trotzdem knistert es zwischen ihnen.
Die Hauptprotagonisten sind gut ausgearbeitet und beide sind auf ihre Art liebenswert. Gerade Judes Vergangenheit konnte ich so gut nachempfinden. Man spürt gut ihren fortlaufende inneren Kampf, aber auch das Vertrauen das sie zu James aufbaut.
Für mich ein wirklich gutes Buch, dass aber zeitweise ein paar Längen hat.