Ich hätte am liebsten abgebrochen
Jude hat ihrem Heimatort Lower Whilby schon lange den Rücken gekehrt und wohnt nie lange an einem Ort. Für die Hochzeit ihrer kleinen Schwester kehrt sie natürlich für wenige Tage zurück. Doch aufgrund eines Umstands bezüglich ihrer Schwester und des Cafébsitzers James, dessen Eltern einer bekannten Band angehörten und perfekt zu Judes Musik-Podcast passen würde, werden daraus mehrere Wochen.
Ich war beim Lesen dieses Buches von Anfang an genervt, denn keiner der beiden Protagonisten ist mir sympathisch gewesen. Jude ist total aufdringlich, fast frech, z. B. als sie anfangs vehement mit James flirtet um ein Interview zu bekommen oder (auch ihn) ständig nervt, dass im Café Musik laufen und Pumpkin Spice Latte ausgeschenkt werden müsste. Ich habe wegen ihres aufgeweckten Auftretens schon vermutet, dass sie ADHS haben könnte, was die Autorin auch auf einer Lesung bestätigt hat. Aber das ist doch trotzdem kein Grund unhöflich zu sein. James denkt nur an das eine und wann bei ihm das letzte Mal war, was ihn als anstrengenden ausgehungerten Jugendlichen erscheinen ließ. Und stäääändig wird erwähnt, wie sexy Judes Po doch ist bzw. was für unglaubliche Unterarme James doch hat!
Vieles in dem Buch ist übertriebener und zugespitzer als in Kyra Grohs anderen Romanen, finde ich. Kein Humor, sondern übertrieben witzig. Zum Beispiel meint Jude, dass die Eltern einer perfekten jungen Frau zufrieden damit sind, ihre Gene gemischt zu haben, vermutlich aber bloß bis zu diesem Zeitpunkt, wo diese heftigen Liebeskummer hat und (wie ich finde verständlicherweise) etwas neben der Spur ist. Ernsthaft? Wie unempathisch und schräg geschrieben ist das denn? Oder die bizarre Beschreibung auf S. 160: „Eben beim Essen hat sie beinahe mütterliche Gefühle zu einem Stück Hähnchen entwickelt, nur weil es annähernd geformt war wie ein Herz.“
Von dem Setting in Lower Whiliby oder Herbstfeeling bekommt man auch nicht viel. Hauptsächlich werden ein paar Geschäfte bzw. am Ende wenigstens das Herbstfest beschrieben. Am besten gefallen hat mir ein Nebencharakter: Eleanore ist wirklich toll! Sie war mir direkt sympathisch, ist liebenswert und ich kann ihre Gefühle echt gut nachempfinden. Auf ihre Geschichte bin ich neugierig, ansonsten werde ich Lower Whilby den Rücken kehren.
Fazit:
„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ ist nicht unbedingt ein Desaster für mich gewesen, aber auch kein Buch, das ich genießen konnte. Die beiden Protagonisten waren mir total unsympathisch, ihr ständiges Denken an den sexy Körper der/des Gegenübers und dementsprechend das eine, hat mich einfach nur genervt! Auch der Humor ist drüber und deshalb überhaupt nicht mehr witzig. Ich wollte das Buch an so vielen Stellen abbrechen, hätte ich es doch getan! Das einzig Gute an der Geschichte ist der Nebencharakter Eleanore!
Ich war beim Lesen dieses Buches von Anfang an genervt, denn keiner der beiden Protagonisten ist mir sympathisch gewesen. Jude ist total aufdringlich, fast frech, z. B. als sie anfangs vehement mit James flirtet um ein Interview zu bekommen oder (auch ihn) ständig nervt, dass im Café Musik laufen und Pumpkin Spice Latte ausgeschenkt werden müsste. Ich habe wegen ihres aufgeweckten Auftretens schon vermutet, dass sie ADHS haben könnte, was die Autorin auch auf einer Lesung bestätigt hat. Aber das ist doch trotzdem kein Grund unhöflich zu sein. James denkt nur an das eine und wann bei ihm das letzte Mal war, was ihn als anstrengenden ausgehungerten Jugendlichen erscheinen ließ. Und stäääändig wird erwähnt, wie sexy Judes Po doch ist bzw. was für unglaubliche Unterarme James doch hat!
Vieles in dem Buch ist übertriebener und zugespitzer als in Kyra Grohs anderen Romanen, finde ich. Kein Humor, sondern übertrieben witzig. Zum Beispiel meint Jude, dass die Eltern einer perfekten jungen Frau zufrieden damit sind, ihre Gene gemischt zu haben, vermutlich aber bloß bis zu diesem Zeitpunkt, wo diese heftigen Liebeskummer hat und (wie ich finde verständlicherweise) etwas neben der Spur ist. Ernsthaft? Wie unempathisch und schräg geschrieben ist das denn? Oder die bizarre Beschreibung auf S. 160: „Eben beim Essen hat sie beinahe mütterliche Gefühle zu einem Stück Hähnchen entwickelt, nur weil es annähernd geformt war wie ein Herz.“
Von dem Setting in Lower Whiliby oder Herbstfeeling bekommt man auch nicht viel. Hauptsächlich werden ein paar Geschäfte bzw. am Ende wenigstens das Herbstfest beschrieben. Am besten gefallen hat mir ein Nebencharakter: Eleanore ist wirklich toll! Sie war mir direkt sympathisch, ist liebenswert und ich kann ihre Gefühle echt gut nachempfinden. Auf ihre Geschichte bin ich neugierig, ansonsten werde ich Lower Whilby den Rücken kehren.
Fazit:
„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ ist nicht unbedingt ein Desaster für mich gewesen, aber auch kein Buch, das ich genießen konnte. Die beiden Protagonisten waren mir total unsympathisch, ihr ständiges Denken an den sexy Körper der/des Gegenübers und dementsprechend das eine, hat mich einfach nur genervt! Auch der Humor ist drüber und deshalb überhaupt nicht mehr witzig. Ich wollte das Buch an so vielen Stellen abbrechen, hätte ich es doch getan! Das einzig Gute an der Geschichte ist der Nebencharakter Eleanore!