Außergewöhnliche Welt

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niggeldi Avatar

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Die Adoptivgeschwister Toshiko, Jun und Mei bestreiten in Rainshadow City einen geheimen Kampf gegen die verbrecherische Bande Lucky Crows, die für den Tod ihrer Tante verantwortlich ist. Zeitgleich entdeckt Kaisersohn Haru, dass er Sonnengeister sehen kann und der von einer anderen Insel stammende Theo wird in die Welt der Crows gezogen, obwohl er eigentlich nichts mit diesen Kriminellen zu tun haben will. Als dem Anführer der Lucky Crows eine mysteriöse Perle gestohlen wird, zieht das eine Kaskade von Geschehnissen nach sich, die nicht nur die Wege der sechs zusammenbringt, sondern für große Veränderungen sorgen könnte.

Das Cover ist zwar schön farbenfroh, aber die US-Version mit den Vögeln und der Kette mit der Perle im Schnabel spricht mich mehr an, da die Stadt nur im Hintergrund ist und der Fokus auf den Tieren liegt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Katze auf dem Farbschnitt, die ja eine nicht gerade unwesentliche Rolle in der Geschichte spielt.

Die Landkarte zu Beginn des Buches ist ebenfalls toll gestaltet, nur lässt sie sich auf dem Kindle leider nicht zoomen und ich musste sie extra noch googeln. Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht und man ist sofort in der Welt gefangen, die Magie und Hightech miteinander verwebt. Das beworbene Studio-Ghibli-Gefühl hat sich bei mir jedoch nicht eingestellt, dafür sind die Ereignisse meistens zu düster. Die verschiedenen Perspektiven lassen sich gut auseinanderhalten und man lernt die Welt dadurch noch besser kennen, doch blöderweise sind die Wechsel oft schlecht platziert, sodass der Lesefluss und die Spannung darunter leiden. Die Charaktere sind facettenreich, es macht Spaß, den Geheimnissen gemeinsam mit ihnen auf den Grund zu gehen. Manchmal sind sie äußerst naiv und sprunghaft, deshalb passt die Geschichte eher zu einer jugendlichen Zielgruppe. Insgesamt ist die Handlung leider viel zu lang gezogen, es hätte gut getan, mindestens 200 Seiten zu kürzen. Außerdem haben sich ab und zu Fehler eingeschlichen, wie fehlende oder auch doppelte Worte.

Trotz meiner Kritikpunkte möchte ich auch den zweiten Teil lesen, da die magische Hightech-Welt interessant ist und das Buch mit einem Cliffhanger endet. 3 Sterne