Cyberpunk trifft auf Fantasy

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Die Welt der Rainshadow Orphans präsentiert sich genauso schillernd wie das Cover dieses Sci-Fi/Fantasy Auftakts - wenn auch mit ein paar inhaltlichen Schwächen.

Toshiko, Jun und Mei, unsere titelgebenden Waisen der Metropole Rainshadow City, sind von der ersten Seite an bunte, lebhafte Charaktere, denen man gerne in ihre Welt boller Technik aber auch Magie folgt. Sowohl die Figuren als auch die Szenen des Buches wirken alle unglaublich lebhaft und ich konnte mir alles direkt auch als sehr geeignet für eine Umsetzung als Animationsserie oder Videospiel vorstellen. Was für mich dafür spricht, dass auch die Autorin ihre Welt und Figuren als visuelles Konzept super ausgearbeitet hat.

Die Welt in der alles spielt wirkt dabei von Anfang an sehr komplex und weitläufig - manchmal für meinen Geschmack schon etwas zu sehr. Da hätte es mir gereicht sich in diesem Auftakt rein auf Rainshadow City zu konzentrieren und die Welt dann in den folgenden Bänden zu vergrößern.
Mein Lesevergnügen wurde leider auch durch den ein oder anderen Grammatik/Übersetzungsfehler sowie logische Schwächen der Handlung geschmälert. Auch das Erzähltempo, das zu Beginn so gut angezogen worden war ließ in der Mitte doch deutlich nach. Ein paar Kürzungen hätten dem Buch da gar nicht geschadet.

Trotzdem hatte ich meinen Spaß mit dieser originellen Geschichte und ihren lebhaften Figuren. Ich würde das Buch allen empfehlen, die komplexe und originelle Welten sowie Geschichten über Underdogs in einer Cyberpunkesquen Welt mögen.