Fantasy, wie sie leibt und lebt (oder so)

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stay_forever Avatar

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In The Rainshadow Orphans begleiten wir gleich mehrere Figuren durch Rainshadow City, und ehrlich: Die Stadt klingt so atmosphärisch-düster, dass ich sofort Kopfkino hatte.

Auf der einen Seite des Palasts glitzert der Reichtum, aber einen Schritt weiter regieren Armut und die Lucky Crows. Die sind so eine kriminelle Untergrundtruppe, die wirklich keiner begegnen will. Mittendrin schlagen sich die Wahlgeschwister Toshiko, Jun und Mei durch. Die drei wollen nicht nur überleben, sondern auch irgendwie für Gerechtigkeit sorgen. Finde ich stark, weil „gute Diebe mit Moral“ immer zieht.

Dann ist da noch Haru, der Sohn der Kaiserin. Ausgerechnet er freundet sich mit Sonnengeistern an. Magische Wesen bei einem Palastkind? Klingt nach Konfliktpotential, gefällt mir. Und Theo, der illegal in die Stadt gekommen ist, rutscht aus Versehen in die Machenschaften der Lucky Crows rein. Klassischer „zur falschen Zeit am falschen Ort“-Move.

Richtig Fahrt nimmt das Ganze auf, als Toshiko dem Boss der Lucky Crows eine Drachenperle klaut. So ein Artefakt-Diebstahl ist einfach ein geiler Plot-Katalysator. Ab da verknüpfen sich alle Handlungsstränge, und plötzlich steht nicht nur das Leben der Geschwister auf dem Spiel, sondern die Zukunft der ganzen Stadt.

Die Umsetzung klingt nach düsterer Fantasy mit Heist-Vibes und Politik-Intrigen. Viele Perspektiven, aber wenn die Autorin das hinbekommt, könnte das richtig episch werden. Ich mag auch, dass es nicht nur um „gut gegen böse“ geht, sondern um Klassenunterschiede und Loyalität.

The Rainshadow Orphans ist meiner Meinung nach ein richtig starkes Fantasy-Buch, das wahrscheinlich viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommtäen wird. Es hat wirklich deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht, die Story super spannend und einfach mega fesselnd. Es war durch und durch Fantasy, wie ich sie liebe. Mich hat es von der ersten Seite an gecatcht und komplett abgeholt. Für mich hatte es alles, was ein perfektes Fantasy-Buch braucht: starkes Worldbuilding, ein tolles Setting und diese düstere, intensive Stimmung.
Das ist so meine Meinung dazu, ich würde es wirklich vielen empfehlen, auch etwas jüngerem Publikum.