Opulent, mitreißend und mit Suchtgefahr

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fredhel Avatar

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Diese Buchausgabe fällt sofort ins Auge, denn sie ist wirklich opulent bebildert, im Stil koreanischer Comics, der an Anime und Manga erinnert. Auch der Buchinnendeckel und der Farbschnitt sind ebenso reichhaltig gestaltet, sodass die gebundene Ausgabe mit ihren gut 500 Seiten auch im Regal einiges hermacht. Die Geschichte geht auf den erfolgreichen Webroman von Alphatart aus Südkorea zurück und spielt in einem fiktiven östlichen Kaiserreich, das mit seiner Adelswelt eher europäisch anmutet. Kaiserin Navier ist mit Kaiser Sovieshu verheiratet, den sie schon seit Kindertagen kennt. Eines Tages holt er eine unbekannte Frau an den Hof. Diese Rashta wirbelt das gesamte höfische Zeremoniell durcheinander, und ob das aus Naivität oder aus Berechnung geschieht, wird sich erst noch zeigen. Navier muss dabei mit ansehen, wie sich ihr Gemahl immer mehr von ihr abwendet. Doch auch die schöne Kaiserin hat einen attraktiven, hochgeborenen Verehrer, Prinz Heinrey aus dem Westlichen Königreich, der seine noch geheimnisvollen Seiten vor ihr verbirgt.
Als Leserin erlebt man das Geschehen hautnah mit, weil die Autorin sehr gekonnt mit Emotionen spielt. Vor allem die Ungerechtigkeiten, die der Kaiserin widerfahren, zwingen fast zum Weiterlesen, als könne man Navier nicht allein zurücklassen. Die Suchtgefahr ist dadurch durchaus gegeben.
Der erste Band endet an einer passenden Stelle, trotzdem lechzt man nach der Fortsetzung, die zum Glück schon Ende Dezember erscheinen soll. Von mir gibt es fünf Sterne.