Story kommt nicht voran

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athene1989 Avatar

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„The Remarried Empress – Die betrogene Kaiserin“ von Alphatart wird als Romantasy und K-Drama beworben, denn die Kaiserin des östlichen Reiches Navier ist ihr ganzes Leben lang auf ihre Rolle vorbereitet wurden. Doch als ihr Ehemann, Kaiser Sovieshu, eine ehemalige Sklavin zur offiziellen Mätresse erhebt, bricht alles langsam zusammen. Es entstehen Intrigen und sie kämpft um ihre Macht. Ein Lichtblick sind Prinz Heinrey und sein Vogel Queen, der ihr Trost spendet und geheime Botschaften bringt.
Im Klapptext steht die Frage, wie weit Navier gehen wird, um ihre Krone zu schützen und ob sie alles für einen Unbekannten riskieren würde, was sie sich aufgebaut hat. Aber diese Fragen muss sie sich in diesem Buch gar nicht stellen. Zwar geht das Buch los, indem der Kaiser eine Scheidung verlangt und Navier diesem zustimmt, wenn sie erneut heiraten darf, aber dann wird ein Sprung von drei Jahren in die Vergangenheit gemacht, damit der Leser erfährt, wie es dazu überhaupt kam, was ich durchaus verstehen kann. Allerdings werden gerade mal zwei oder drei Monate behandelt, weswegen sich das Buch unglaublich zieht. Das liegt vor allem daran, dass es immer wieder das selbe ist. Zwar werden später die Personen in den Intrigen ausgetauscht, aber das war es auch. Der Kaiser Sovieshu ist seiner Mätresse Rashta angetan und brüskiert Navier deswegen immer wieder. Diese wiederrum hält ihr Gemüt bedeckt und spielt die perfekte Ehefrau und Kaiserin, obwohl sie Rashta immer mehr verabscheut. Navier und Sovieshu kennen sich schon sehr viele Jahre und sind zusammen aufgewachsen, weswegen sie einander verbunden sind, aber dies merkt man kaum. Es gibt zum Ende hin ein zwei Momente, wo er dann doch einmal merkt, dass er ja eine Ehefrau hat, aber das war es auch. Ansonsten finde ich den Kaiser sehr anstrengend und egoistisch und sieht nur in seiner Frau das Problem und lässt sich sehr leicht manipulieren. Aber nicht nur er, sondern auch fast der gesamte Adel fällt auf Rashta rein, weil sie ja so niedlich und unschuldig ist. Und sollte diese doch einmal in Ungnade fallen, kommt einfach ein neues Gerücht und man mag sie wieder. Es ist immer das selbe. Rashta fand ich sowieso extrem anstrengend. Mir ist bewusst, dass sie so gewählt wurde, damit der Leser eine Abneigung gegen sie entwickelt und damit man die Ereignisse gut nachvollziehen kann, aber ich fand es sehr anstrengend, dass sie immer in der 3. Person von sich gesprochen hat und dass sie vor allen immer so naiv und dumm rüberkam. Letzteres konnte ich aber noch deutlich besser verstehen, aber ihr Gerede war nur nervig. Erfrischend fand ich nur Prinzessin Circe, die eine kleine Nebenrolle hatte. Sie wurde dann aber irgendwann gar nicht mehr erwähnt. Prinz Heinrey fand ich von den anderen Charakteren am sympathischten. Er hat häufig gesagt, was ihm in den Kopf kam und hat sich so benommen, wie er wollte, ohne irgendeine Maske zu zeigen. Das fand ich sehr angenehm. Dass er sich in den Vogel Queen verwandelt, kam sehr schnell raus. Dies, ein kleiner Ausbruch eines Großherzogs und die Erwähnung von Magie und einer Magieschule war auch die einzige Male, wo die Fantasy durchkam, also in meinen Augen nicht wirklich erwähnenswert.
Alles in allem war das Buch okay. Es liest sich ganz gut und die Story könnte sicherlich recht spannend werden, wenn sich nicht alles so unglaublich ziehen würde. Einzelne Personen hingegen fand ich einfach nur anstrengend und dass die Kaiserin manchmal so schlau rüberkam, aber dann einfach dumm war, wenn es um ihren Prinzen und Queen ging, war auch nicht so meines. Ich gebe dem Buch 2,5 Sterne und runde auf drei auf, wo es keine halben Sterne gibt.