Eine chaotische WG
In Samantha Markums The Roommate Arrangement treffen die Tropes Enemies to Lovers und Brother’s Best Friend aufeinander. Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt neu und erfindet das Rad nicht neu, konnte mich aber trotzdem gut unterhalten. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, sodass ich die knapp 400 Seiten gut durch bekommen habe.
Blair war für mich als Protagonistin teilweise ziemlich anstrengend. Ich fand es schade, wie vorverurteilend und gemein sie Jamie gegenüber, aber auch zu anderen Menschen war. Besonders widersprüchlich fand ich, dass sie sich später selbst ausgeschlossen und ungerecht behandelt fühlte, dieses Verhalten anderen gegenüber aber nicht immer hinterfragte. Gleichzeitig ist Blair jung, unsicher und steht am Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Ihre Naivität und ihre Fehler haben sie deshalb auch authentisch gemacht. Besonders gut gefallen hat mir ihre Entwicklung, im Laufe der Geschichte gewinnt sie mehr Selbstbewusstsein, lernt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, und beginnt, sich von den Erwartungen anderer zu lösen. Diese Entwicklung fand ich spannend und schön zu verfolgen.
Auch die familiären Konflikte haben der Geschichte mehr Tiefe gegeben. Blair steht unter dem Druck, den Vorstellungen ihrer Eltern gerecht zu werden, und muss erst herausfinden, was sie selbst eigentlich möchte. Die Geschichte zeigt, wie sehr falsche Freundschaften, familiäre Erwartungen und Selbstzweifel einen beeinflussen können. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, Menschen zu finden, bei denen man sich nicht verstellen muss.
Besonders gut gefallen hat mir das WG-Leben. Auch wenn die Mitbewohnenden teilweise etwas platt und einseitig dargestellt wurden, mochte ich die Atmosphäre. Die WG entwickelt sich für Blair zu einer Art Wahlfamilie, in der sie Unterstützung und echte Freundschaft erfährt. Gerade diese gemütlichen Momente haben mir viel Freude beim Lesen bereitet. Ich fand die Szenen im Atelier auch sehr gut, allerdings war es im Gesamtbild zu viel und zu langatmig.
Mit der Liebesgeschichte zwischen Blair und Jamie hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Die beiden haben durchaus Chemie miteinander, aber bis ich ihre Gefühle wirklich nachvollziehen konnte, wurde für meinen Geschmack etwas zu viel gestritten und diskutiert. Gerade bei Blair konnte ich nicht immer verstehen, was Jamie so besonders an ihr findet. Die Entwicklung ihrer Beziehung war für mich deshalb nicht durchgehend überzeugend. An einigen Stellen zog sich die Geschichte zudem etwas in die Länge.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte folgt einem roten Faden und vermittelt eine schöne Botschaft. Man muss nicht immer den Erwartungen anderer entsprechen, um seinen eigenen Weg zu finden. Manchmal muss man erst herausfinden, wer wirklich zu einem steht und was einen selbst glücklich macht.
The Roommate Arrangement ist eine süße Geschichte für zwischendurch, die mit einer gemütlichen WG-Atmosphäre, wichtigen Themen rund ums Erwachsenwerden und einer interessanten Charakterentwicklung punktet. Auch wenn mich die Liebesgeschichte nicht vollständig überzeugen konnte und Blair es mir nicht immer leicht gemacht hat, war das Buch insgesamt eine unterhaltsame Lektüre. Besonders jüngeren Leserinnen und Lesern, die selbst vor dem Studienbeginn stehen oder sich mit Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und familiären Erwartungen identifizieren können, würde ich das Buch empfehlen.
Blair war für mich als Protagonistin teilweise ziemlich anstrengend. Ich fand es schade, wie vorverurteilend und gemein sie Jamie gegenüber, aber auch zu anderen Menschen war. Besonders widersprüchlich fand ich, dass sie sich später selbst ausgeschlossen und ungerecht behandelt fühlte, dieses Verhalten anderen gegenüber aber nicht immer hinterfragte. Gleichzeitig ist Blair jung, unsicher und steht am Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Ihre Naivität und ihre Fehler haben sie deshalb auch authentisch gemacht. Besonders gut gefallen hat mir ihre Entwicklung, im Laufe der Geschichte gewinnt sie mehr Selbstbewusstsein, lernt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, und beginnt, sich von den Erwartungen anderer zu lösen. Diese Entwicklung fand ich spannend und schön zu verfolgen.
Auch die familiären Konflikte haben der Geschichte mehr Tiefe gegeben. Blair steht unter dem Druck, den Vorstellungen ihrer Eltern gerecht zu werden, und muss erst herausfinden, was sie selbst eigentlich möchte. Die Geschichte zeigt, wie sehr falsche Freundschaften, familiäre Erwartungen und Selbstzweifel einen beeinflussen können. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, Menschen zu finden, bei denen man sich nicht verstellen muss.
Besonders gut gefallen hat mir das WG-Leben. Auch wenn die Mitbewohnenden teilweise etwas platt und einseitig dargestellt wurden, mochte ich die Atmosphäre. Die WG entwickelt sich für Blair zu einer Art Wahlfamilie, in der sie Unterstützung und echte Freundschaft erfährt. Gerade diese gemütlichen Momente haben mir viel Freude beim Lesen bereitet. Ich fand die Szenen im Atelier auch sehr gut, allerdings war es im Gesamtbild zu viel und zu langatmig.
Mit der Liebesgeschichte zwischen Blair und Jamie hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Die beiden haben durchaus Chemie miteinander, aber bis ich ihre Gefühle wirklich nachvollziehen konnte, wurde für meinen Geschmack etwas zu viel gestritten und diskutiert. Gerade bei Blair konnte ich nicht immer verstehen, was Jamie so besonders an ihr findet. Die Entwicklung ihrer Beziehung war für mich deshalb nicht durchgehend überzeugend. An einigen Stellen zog sich die Geschichte zudem etwas in die Länge.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte folgt einem roten Faden und vermittelt eine schöne Botschaft. Man muss nicht immer den Erwartungen anderer entsprechen, um seinen eigenen Weg zu finden. Manchmal muss man erst herausfinden, wer wirklich zu einem steht und was einen selbst glücklich macht.
The Roommate Arrangement ist eine süße Geschichte für zwischendurch, die mit einer gemütlichen WG-Atmosphäre, wichtigen Themen rund ums Erwachsenwerden und einer interessanten Charakterentwicklung punktet. Auch wenn mich die Liebesgeschichte nicht vollständig überzeugen konnte und Blair es mir nicht immer leicht gemacht hat, war das Buch insgesamt eine unterhaltsame Lektüre. Besonders jüngeren Leserinnen und Lesern, die selbst vor dem Studienbeginn stehen oder sich mit Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und familiären Erwartungen identifizieren können, würde ich das Buch empfehlen.