Mein Herz wusste gar nicht, wie sehr es dieses Buch gebraucht hat – und wie wunderschön es geheilt werden würde
The Roommate Arrangement von Samantha Markum ist eines dieser Bücher, von denen ich vorher nicht wusste, dass ich sie so dringend brauchen würde. Ich habe die Geschichte angefangen und hätte wirklich nicht erwartet, dass sie mir am Ende dieses ganz besondere, warme Gefühl hinterlassen würde. Dieses Buch hat mein Herz auf eine unglaublich schöne und sanfte Art berührt. Es war für mich nicht einfach nur eine süße Romance, sondern eine Geschichte, die mich emotional viel stärker erreicht hat, als ich erwartet hatte. Beim Lesen hatte ich immer wieder dieses Gefühl von Wärme, Geborgenheit und „genau das habe ich gerade gebraucht“.
Samantha Markums Schreibstil hat mir dabei unglaublich gut gefallen. Er liest sich leicht und flüssig, gleichzeitig schafft sie es aber, ihren Figuren echte Gefühle und Tiefe zu geben. Besonders schön fand ich, dass sich die Emotionen nicht übertrieben oder künstlich angefühlt haben. Vieles war leise, manchmal humorvoll, manchmal emotional – und gerade diese Mischung hat für mich wunderbar funktioniert.
Auch die Grundidee fand ich richtig schön. Das Zusammenwohnen mit dem besten Freund des eigenen Bruders, obwohl man sich eigentlich schon seit Jahren kennt, bietet einfach so viel Potenzial für eine wunderschöne Entwicklung. Und genau diese Entwicklung hat mir unglaublich gut gefallen.
Das Setting rund um College, WG-Leben und den sommerlichen Florida-Vibe hat der Geschichte zusätzlich eine ganz besondere Atmosphäre gegeben. Es hatte etwas Leichtes und Sommerliches, während gleichzeitig immer wieder ernstere und emotionalere Themen ihren Platz bekommen haben.
Blair habe ich wirklich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Sie ist nicht perfekt – und genau das macht sie so liebenswert. Sie kann stur sein, sie möchte gerne die Kontrolle behalten und macht sich unglaublich viele Gedanken. Gleichzeitig ist sie intelligent, kreativ, ehrgeizig und hat eine ganz besondere Seite an sich, die ich einfach unglaublich gerne mochte. Besonders berührt hat mich, wie menschlich Blair dargestellt wird. Sie hadert immer wieder mit sich selbst, zweifelt an sich und vergleicht sich mit anderen. Auch ihr Verhältnis zu ihrem eigenen Körper und ihrem Aussehen ist nicht immer einfach. Diese Selbstzweifel haben sie für mich unglaublich greifbar gemacht.
Ich konnte mich dadurch an vielen Stellen richtig gut in sie hineinversetzen. Dieses Gefühl, sich mit anderen zu vergleichen, sich zu fragen, ob man selbst gut genug ist oder ob man bestimmten Erwartungen entspricht – ich glaube, wir Bookies kennen diese Gedanken alle irgendwo. Und genau deshalb hatte ich beim Lesen so oft das Gefühl: Blair könnte jede von uns sein. Sie fühlt sich nicht wie eine makellose Buchfigur an, sondern wie ein echter Mensch, der seinen Weg noch finden muss. Und ihre Entwicklung mitzuerleben, war für mich eines der schönsten Dinge an diesem Buch.
Jamie ist für mich eine absolute Green Flag. Er hat diese zunächst etwas verschlossene und schwer zu durchschauende Art, aber je besser man ihn kennenlernt, desto mehr merkt man, wie aufmerksam, loyal und fürsorglich er eigentlich ist. Was ich besonders mochte: Er behandelt Blair nicht einfach wie „die kleine Schwester seines besten Freundes“. Er beginnt irgendwann, sie wirklich als Blair zu sehen – mit ihren Unsicherheiten, ihren Stärken, ihren Macken und allem, was dazugehört. Die beiden kennen sich schon sehr lange, weil Jamie der beste Freund von Blairs Bruder ist. Dadurch ist ihre Beziehung natürlich von Anfang an von einer gewissen Vertrautheit geprägt. Gleichzeitig verändert sich diese Dynamik, als sie plötzlich viel mehr Zeit miteinander verbringen.
Und genau diese Veränderung fand ich so schön. Aus etwas Bekanntem entsteht langsam etwas völlig Neues. Nicht plötzlich, nicht überstürzt, sondern Schritt für Schritt.
Die Liebesgeschichte zwischen Blair und Jamie ist sehr langsam und sehr leise.
Und ich meine das wirklich als großes Kompliment. Hier geht es nicht darum, möglichst schnell von einem romantischen Moment zum nächsten zu springen. Viel wichtiger sind die kleinen Dinge: Gespräche, gemeinsame Zeit, gegenseitiges Verständnis und dieses langsame Begreifen, dass da vielleicht schon viel länger etwas zwischen ihnen ist, als sie selbst wahrhaben wollen.
Spice gibt es eigentlich nicht, aber ehrlich gesagt habe ich ihn überhaupt nicht vermisst.
Denn diese Romance braucht keinen Spice, um intensiv zu sein. Sie lebt von Nähe, Emotionen, Vertrauen und den Gefühlen zwischen zwei Menschen. Und genau deshalb hat sie mich so berührt.
Ich fand es wunderschön, dabei zuzusehen, wie Blair und Jamie sich immer besser kennenlernen und ihre Beziehung sich langsam verändert. Ihre Gefühle haben sich für mich nicht übertrieben oder unrealistisch angefühlt, sondern einfach echt.Und irgendwann saß ich einfach da und dachte:
Bitte, bitte, lasst diese beiden glücklich werden.
Was für mich am Ende aber wirklich den Unterschied gemacht hat, ist, dass dieses Buch nicht nur von der Romance lebt. Es geht auch um Selbstzweifel, Erwartungen, Freundschaften, Familie, den eigenen Weg und darum, herauszufinden, wer man eigentlich sein möchte. Und genau diese Mischung hat dafür gesorgt, dass mir die Geschichte so unglaublich nahegegangen ist.
Ich habe mich Blair verbunden gefühlt. Ich habe Jamie ins Herz geschlossen. Ich habe ihre Entwicklung geliebt. Und vor allem habe ich dieses Gefühl geliebt, das mir die Geschichte gegeben hat. Mein Herz hat sich beim Lesen wirklich ein kleines bisschen geheilt.
Vielleicht klingt das kitschig – aber manchmal gibt es einfach Bücher, die genau zur richtigen Zeit kommen. Bücher, bei denen man am Ende dasitzt und sich denkt: Das habe ich gerade gebraucht. The Roommate Arrangement war für mich genau so ein Buch.
Eine ganz große Herzensempfehlung für alle, die Slow Burn, Brother’s Best Friend, eine sanfte Romance, echte Emotionen, liebenswerte Charaktere und Geschichten über Selbstfindung und Selbstakzeptanz mögen. Lest dieses Buch. Vielleicht weiß euer Herz ja genauso wenig wie meines, wie sehr es diese Geschichte gerade braucht.