Leider kein überzeugendes Buch trotz des Schreibstils
Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen. Ich mag das helle Cover mit den goldenen Rosen, die sich über den Buchschnitt ziehen. Das passt durchaus recht gut zum Inhalt der Geschichte und macht sich auch gut im Regal.
Die Geschichte fand ich ebenfalls sehr vielversprechend: Die Rosenkriege in England wurden durch die Fae-Königin Moryen entschieden, die seitdem über die Insel herrscht. Jedes Jahr treten nun Menschen aus dem ganzen Reich vor die Königin und schließen einen sogenannten Rose-Bargain. Die Königin gewährt den Bürgern einen Wunsch, doch diese müssen mit den Folgen davon leben. Im Jahr 1848 entscheidet sich nun der Thronprinz Bram, dass er eine der adeligen Frauen aus dem Reich seiner Mutter heiraten will. Ivy Benton will unbedingt gewinnen, durch das seltsame Verhalten ihrer älteren Schwester und deren plötzliches Verschwinden ist ihre Familie in Ungnade gefallen und nur Ivy kann verhindern, dass sie alles verlieren. Völlig überraschend schafft sie es unter die sechs Favoritinnen des Prinzen und darf zusammen mit den anderen Mädchen in den Palast ziehen. Doch der Wettstreit wird sehr schnell blutiger Ernst und Ivys einzige Chance zu gewinnen ist ausgerechnet der Bruder des Kronprinzen, Prinz Emmett.
Ich mochte die Idee und das Setting der Geschichte direkt richtig gerne und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung, allerdings konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das liegt auch ein bisschen an dem Schreibstil, bei dem ich eine gewisse Zeit brauchte, um mich an ihn zu gewöhnen. Als ich allerdings dann an diesem Punkt war, konnte mich die Geschichte mit den recht kurzen Kapiteln, die größtenteils aus Ivys Sicht geschrieben sind, aber auch andere Charaktere zu Wort kommen lassen, durchaus fesseln.
Ehrlich gesagt war es auch vor allem die Art, wie das Buch geschrieben ist, die dafür gesorgt hat, dass ich es recht schnell durchlesen konnte. Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Charaktere so richtig von sich überzeugen, dabei hat beides viel Potenzial. Ich wollte Ivy wirklich unbedingt mögen, aber ich hatte damit ehrlich gesagt meine Schwierigkeiten. Ich konnte nie wirklich einschätzen, was mich ab einem gewissen Zeitpunkt zunehmend frustriert hat. Natürlich muss eine Protagonistin nicht ab der ersten Seite ausrechenbar oder komplett durchschaubar sein, sie darf mich gerne sogar überraschen, aber ich brauche zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt das Gefühl, jemanden einschätzen zu können, zu wissen, wie seine moralischen Vorstellungen sind und er oder sie auf bestimmte Situationen reagiert. Das hatte ich bei Ivy nie. Sie entscheidet sich bei dem Wettbewerb um die Hand des Kronprinzen mitzumachen, weil sie ihrer Familie helfen will und nimmt dafür in Kauf, niemals heiraten zu können, wenn sie verliert. Das hätte ich noch verstehen können, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass ihr ihre Familie besonders am Herzen gelegen hätte oder sie sowieso nicht hätte heiraten wollen, aber beides scheint nicht wirklich zuzutreffen. Sie sagt immer wieder, wie wichtig ihr ihre Schwester ist, aber ich hatte nie so wirklich das Gefühl, dass das zutrifft und dass sie ihr ihre Handlungen immer wieder vorwirft. Es ist zwar deutlich, dass sie wenig Chancen hat, in ihrer Saison jemanden zum Heiraten zu finden, weil ihre Familie nahezu aus der Gesellschaft ausgestoßen ist, aber ihre Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen, kam mir dennoch ein bisschen kurz gedacht vor. Auch die beiden Prinzen konnte ich nie so wirklich greifen. Emmetts Planung und die Gründe, warum er ausgerechnet Ivy dafür braucht, konnte ich noch halbwegs nachvollziehen, wie schnell er ihr aber vertraut, nicht. Sie kennen einander nicht und ihr erstes Treffen war auch nicht gerade positiv, trotzdem weiht er sie recht früh in alles ein, obwohl das für beide gefährlich werden könnte. Hier hätte ich es viel glaubwürdiger gefunden, wenn er nur die halbe Wahrheit erzählt hätte und sie nach und nach alles erfahren hätte. Bram war für mich ebenfalls vor allem ein Name und ich hatte Schwierigkeiten, ihn als Person greifen zu können. Ironischerweise fiel es mir bei den anderen Kandidatinnen, die alle ebenfalls in einem Kapitel ihre Sicht auf die Dinge erklären konnten, deutlich leichter. Ich mochte die meisten von ihnen wirklich gerne und habe nicht selten gedacht, dass eine der anderen Frauen vielleicht eine bessere Protagonistin als Ivy wäre.
Mit der Story hatte ich ebenfalls so meine Probleme, obwohl ich die grundsätzliche Idee wirklich gut fand. Es beginnt schon damit, dass man nahezu ohne Anlaufzeit in die Geschichte geworfen wird und ich dadurch so meine Probleme hatte, die Welt und ihre Regeln zu verstehen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich verstanden habe, wie die Rose Bargains aussehen und welche Konsequenzen sie haben können. Das ist an sich nicht so schlimm, aber konnte die Welt dadurch bis zum Ende nicht komplett greifen, was es schwierig gemacht hat, die Entscheidungen von Personen in ihrer Gänze verstehen zu können. Die Herausforderungen, die die Königin an die zukünftigen Prinzessinnen stellt, fand ich eigentlich ziemlich spannend, aber ich habe ihren Sinn nicht immer verstehen können. Wenn klar gewesen wäre, dass jede Prüfung darauf ausgelegt ist, eine wichtige Eigenschaft einer zukünftigen Herrscherin zu testen, hätte ich es noch verstehen können, so wirkte es, wie vieles, was die Königin tut willkürlich.
Alles in allem hatte die Geschichte wirklich viel Potenzial, aber die Umsetzung gefiel mir leider nicht wirklich. Während der Schreibstil noch dafür gesorgt hat, dass ich das Buch recht schnell durchgelesen habe, konnten mich weder die Protagonisten noch die Story wirklich überzeugen. Es wäre vielleicht sinnvoll gewesen, eine der anderen Kandidatinnen als Hauptfigur zu verwenden, weil ich deren Hintergrundgeschichten zum Teil deutlich spannender fand als die von Ivy.
Die Geschichte fand ich ebenfalls sehr vielversprechend: Die Rosenkriege in England wurden durch die Fae-Königin Moryen entschieden, die seitdem über die Insel herrscht. Jedes Jahr treten nun Menschen aus dem ganzen Reich vor die Königin und schließen einen sogenannten Rose-Bargain. Die Königin gewährt den Bürgern einen Wunsch, doch diese müssen mit den Folgen davon leben. Im Jahr 1848 entscheidet sich nun der Thronprinz Bram, dass er eine der adeligen Frauen aus dem Reich seiner Mutter heiraten will. Ivy Benton will unbedingt gewinnen, durch das seltsame Verhalten ihrer älteren Schwester und deren plötzliches Verschwinden ist ihre Familie in Ungnade gefallen und nur Ivy kann verhindern, dass sie alles verlieren. Völlig überraschend schafft sie es unter die sechs Favoritinnen des Prinzen und darf zusammen mit den anderen Mädchen in den Palast ziehen. Doch der Wettstreit wird sehr schnell blutiger Ernst und Ivys einzige Chance zu gewinnen ist ausgerechnet der Bruder des Kronprinzen, Prinz Emmett.
Ich mochte die Idee und das Setting der Geschichte direkt richtig gerne und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung, allerdings konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das liegt auch ein bisschen an dem Schreibstil, bei dem ich eine gewisse Zeit brauchte, um mich an ihn zu gewöhnen. Als ich allerdings dann an diesem Punkt war, konnte mich die Geschichte mit den recht kurzen Kapiteln, die größtenteils aus Ivys Sicht geschrieben sind, aber auch andere Charaktere zu Wort kommen lassen, durchaus fesseln.
Ehrlich gesagt war es auch vor allem die Art, wie das Buch geschrieben ist, die dafür gesorgt hat, dass ich es recht schnell durchlesen konnte. Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Charaktere so richtig von sich überzeugen, dabei hat beides viel Potenzial. Ich wollte Ivy wirklich unbedingt mögen, aber ich hatte damit ehrlich gesagt meine Schwierigkeiten. Ich konnte nie wirklich einschätzen, was mich ab einem gewissen Zeitpunkt zunehmend frustriert hat. Natürlich muss eine Protagonistin nicht ab der ersten Seite ausrechenbar oder komplett durchschaubar sein, sie darf mich gerne sogar überraschen, aber ich brauche zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt das Gefühl, jemanden einschätzen zu können, zu wissen, wie seine moralischen Vorstellungen sind und er oder sie auf bestimmte Situationen reagiert. Das hatte ich bei Ivy nie. Sie entscheidet sich bei dem Wettbewerb um die Hand des Kronprinzen mitzumachen, weil sie ihrer Familie helfen will und nimmt dafür in Kauf, niemals heiraten zu können, wenn sie verliert. Das hätte ich noch verstehen können, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass ihr ihre Familie besonders am Herzen gelegen hätte oder sie sowieso nicht hätte heiraten wollen, aber beides scheint nicht wirklich zuzutreffen. Sie sagt immer wieder, wie wichtig ihr ihre Schwester ist, aber ich hatte nie so wirklich das Gefühl, dass das zutrifft und dass sie ihr ihre Handlungen immer wieder vorwirft. Es ist zwar deutlich, dass sie wenig Chancen hat, in ihrer Saison jemanden zum Heiraten zu finden, weil ihre Familie nahezu aus der Gesellschaft ausgestoßen ist, aber ihre Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen, kam mir dennoch ein bisschen kurz gedacht vor. Auch die beiden Prinzen konnte ich nie so wirklich greifen. Emmetts Planung und die Gründe, warum er ausgerechnet Ivy dafür braucht, konnte ich noch halbwegs nachvollziehen, wie schnell er ihr aber vertraut, nicht. Sie kennen einander nicht und ihr erstes Treffen war auch nicht gerade positiv, trotzdem weiht er sie recht früh in alles ein, obwohl das für beide gefährlich werden könnte. Hier hätte ich es viel glaubwürdiger gefunden, wenn er nur die halbe Wahrheit erzählt hätte und sie nach und nach alles erfahren hätte. Bram war für mich ebenfalls vor allem ein Name und ich hatte Schwierigkeiten, ihn als Person greifen zu können. Ironischerweise fiel es mir bei den anderen Kandidatinnen, die alle ebenfalls in einem Kapitel ihre Sicht auf die Dinge erklären konnten, deutlich leichter. Ich mochte die meisten von ihnen wirklich gerne und habe nicht selten gedacht, dass eine der anderen Frauen vielleicht eine bessere Protagonistin als Ivy wäre.
Mit der Story hatte ich ebenfalls so meine Probleme, obwohl ich die grundsätzliche Idee wirklich gut fand. Es beginnt schon damit, dass man nahezu ohne Anlaufzeit in die Geschichte geworfen wird und ich dadurch so meine Probleme hatte, die Welt und ihre Regeln zu verstehen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich verstanden habe, wie die Rose Bargains aussehen und welche Konsequenzen sie haben können. Das ist an sich nicht so schlimm, aber konnte die Welt dadurch bis zum Ende nicht komplett greifen, was es schwierig gemacht hat, die Entscheidungen von Personen in ihrer Gänze verstehen zu können. Die Herausforderungen, die die Königin an die zukünftigen Prinzessinnen stellt, fand ich eigentlich ziemlich spannend, aber ich habe ihren Sinn nicht immer verstehen können. Wenn klar gewesen wäre, dass jede Prüfung darauf ausgelegt ist, eine wichtige Eigenschaft einer zukünftigen Herrscherin zu testen, hätte ich es noch verstehen können, so wirkte es, wie vieles, was die Königin tut willkürlich.
Alles in allem hatte die Geschichte wirklich viel Potenzial, aber die Umsetzung gefiel mir leider nicht wirklich. Während der Schreibstil noch dafür gesorgt hat, dass ich das Buch recht schnell durchgelesen habe, konnten mich weder die Protagonisten noch die Story wirklich überzeugen. Es wäre vielleicht sinnvoll gewesen, eine der anderen Kandidatinnen als Hauptfigur zu verwenden, weil ich deren Hintergrundgeschichten zum Teil deutlich spannender fand als die von Ivy.