Magischer Realismus in London im Jahre 1848

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missgowest Avatar

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Um die Familienehre und insbesondere den Ruf ihrer Schwester Lydia wiederherzustellen, findet sich Ivy Benton im Wettstreit mit fünf anderen jungen Frauen um die Hand des Prinzen Bram, dem leiblichen Sohn der Fae-Königin Moryen, die über ein alternatives London im Jahre 1848 herrscht. Um ihr Ziel zu erreichen, geht Ivy eine Allianz mit Prinz Emmett ein, dem Sohn des Gemahls von Moryen.

Ein Liebesdreieck, Schwesternliebe, Rivalität und Freundschaft unter jungen Frauen, Fae-Magie, ein alternatives historisches London, gefährliche Aufgaben, Intrigen – dieses Buch hat so viel Potential, herausragend zu sein. Gerade am Anfang konnte ich es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie Ivy sich gegen ihre Konkurrentinnen behauptet, und welche magischen Herausforderungen sie erwarten. Leider blieb Ivy als Charakter recht blass; ich konnte besonders ihre romantischen Gefühle nicht wirklich nachvollziehen.

Die Hintergründe und Motive der anderen jungen Damen wurden dank Perspektivwechsel deutlich klarer; besonders Greer, Ivys ehemals beste Freundin, Faith und Marion sind stark gezeichnete Charaktere. Ich nahm das Buch zwar immer gerne zur Hand, aber die Handlung im Mittelteil dümpelte ein wenig vor sich hin. Das Ende konnte mit ein paar Überraschungen aufwarten und einige lose Fäden verknüpfen, aber tatsächlich hätte ich mir mehr erwartet. Vielleicht hat sich die Autorin das zündende Feuerwerk für den zweiten Band aufgespart. Alles in allem wird diese Dark-Fairytale-Romantasy jedem gefallen, der gerne Geschichten über das historische England mit fantastischen Elementen liest. Von mir gibt es gute 3 von 5 Handel mit der Fae-Königin Moryen.