Zwiegespalten

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im_bann_der_zeilen Avatar

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Vielen Dank an lovelybooks und den Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar 💛

Was bedeuten 2,5 Sterne für mich? Es gab etwas mehr Dinge, die mir nicht gefallen haben, als Dinge die mir gefallen haben.

Der erste Teil von "The Rose Bargain" ist ein Buch, dass mich zwiegespalten zurückgelassen hat. Positiv anmerken möchte ich, dass sich das Buch sehr einfach lesen lässt und ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Das Handlungstempo aber war in meinen Augen entweder zu schnell, worunter dann auch die Tiefgründigkeit leidete oder es zog sich in meinen Augen in die Länge.

Während ich den Anfang und auch das Ende des Buches als sehr gut, aber auch vor allem als spannend empfand, hatte ich im Mittelteil meine Probleme. Ich hatte einfach das Gefühl, dass nichts nennenwertes passiert ist, weswegen es mir auch schwer fällt darüber zu sprechen (schreiben?).

Was dem Buch in meinen Augen am besten gelungen ist, ist einen Kontrast zwischen den teils romantischen Vorstellungen der Regency Era und der Brutalität durch die Fae zu schaffen. Zusätzlich werden negative Aspekte der Zeit, wie der Druck auf dem Heiratsmarkt durch diese magische Aspekte noch einmal deutlich verstärkt. Auch stellte ich mir die Frage, wie ich selbst in diesem Szenario agiert hätte, wodurch das Buch einen auch zum Nachdenken bewegen kann.

Auch gut gefallen haben mir die anderen Frauen, die im Wettbewerb um die Hand von Prinz Bram konkurriert haben und wie ihre Dynamik untereinander beschrieben wurde. Wir bekamen auch aus ihrer Perspektive Kapitel, in denen ihre Charakterisierung weiter ausgebaut wurde und wir ihre Motive besser zu verstehen lernen. Ivy als Hauptfigur selbst, aus deren Sicht auch die meisten Kapitel geschrieben sind, fand ich deutlich schwieriger zu verstehen und in Teilen hat mich ihr Verhalten irritiert.

Bei der Romanze muss ich sagen, dass ich nicht von einem love triangle sprechen würde. Wenn wir hier in tropes sprechen müssen, hätte ich doch eher die Beschreibung forbidden love gewählt, da Ivy aus meiner Sicht keine romantischen Gefühle für Prinz Bram hegte. Eine richtige Romanze mit Prinz Emmett ist zwar da, aber mich hat sie nicht überzeugen können. Auf mich wirkte es so als wenn ich als Leserin vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, ohne dass mir die Möglichkeit gegeben wurde diese Gefühle zu verstehen. Ich kann nicht sagen woher die Gefühle kommen und wieso sie überhaupt da sind. Da hat mir fast jede platonische Beziehung in dem Buch besser gefallen, als die Hauptromanze.

Insgesamt ist "The Rose Bargain" aus meiner Sicht ein Buch mit Stärken und Schwächen. Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen.

Spice: Es gab eine detailreichere Szene