Coole Magie, nervtötende Protagonistin

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niggeldi Avatar

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Rhya ist nach dem brutalen Kampf in Caeldera nicht mehr dieselbe und stürzt sich in die Arbeit als Heilerin, um alles zu verdrängen. Penn isoliert sich und schließt Rhya komplett aus. Als sie nach einem Streit durch ein Portal reisen will, geht etwas schief und sie landet plötzlich in König Sorens Wasserhof. Dieser päppelt Rhya langsam wieder auf und trainiert mit ihr ihre Magie. Bis etwas Schlimmes geschieht und sich die drei zusammenreißen müssen, um noch mehr Unheil zu verhindern.

Das Cover ist wie beim ersten Band wunderschön gestaltet und passt mit dem wogenden Wasser gut zur Geschichte.

Der Einstieg ist mir nicht leicht gefallen, da es keinerlei Rückblende gibt und es schon eine Weile her ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe. Das macht den Anfang leider etwas anstrengend. Die Welt an sich und das Magiewirken sind jedoch super, mit Fortlauf der Geschichte lernt man gemeinsam mit Rhya mehr über die Verbliebenen und es wird fast nie langweilig. Es gibt einige actionreiche Szenen, die einen mitfiebern lassen, fantastische Kreaturen und sympathische Nebenfiguren. Meine Probleme mit dem Buch sind zum einen Rhya und Penn und zum anderen viele unlogische Entscheidungen. Rhya ist unglaublich nervig, keine Ahnung mehr, ob das in Band 1 auch so war, da weiß ich nur noch, dass mich Penn da auch schon ziemlich aufgeregt hat und in diesem Teil ist das noch schlimmer und ich verstehe nicht, wie daraus eine Liebe entstehen konnte. Mit Soren ergibt das schon mehr Sinn, der Rhya wenigstens als gleichwertigen Menschen behandelt. Da sind wir dann auch schon beim nächsten Punkt: Rhya stellt sich haarsträubend dämlich an, versteht Sachen nicht, die man als Leser sofort checkt, kriegt alles gleich in den falschen Hals und verhält sich oft wie ein aufmüpfiges Kleinkind. Ich bin fast verzweifelt - gegen Ende bessert sich das zum Glück etwas. Unlogisch ist zudem noch, dass niemand äußerst fadenscheinige Beweggründe einer Person hinterfragt, die sich während der Handlung überhaupt nicht positiv hervorgetan hat. Unnötiges Verschonen zieht dann natürlich weitere Tote nach sich, was mit gesundem Menschenverstand einfach vermeidbar gewesen wäre. Und warum kann Rhya einmal jemanden retten und in einer ähnlichen Situation dann plötzlich nicht? Fragen über Fragen. Das Ende ist richtig spannungsgeladen und endet mit einem Cliffhanger, sodass ich das Finale schon noch lesen möchte. Ich hoffe, dass dies dann besser wird und ich für mein Durchquälen zumindest ein bisschen belohnt werde.

Eine tolle Welt mit schwierigen Charakteren, das Positive kann das Negative leider nicht ganz aufwiegen und das Buch bekommt von mir 2,5 Sterne.