Die kleine Lerche und der Wasserkönig

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amelien Avatar

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"Verstehst du nicht?, flüstert er in meiner Erinnerung. Bei dir vergesse ich mich..." (Seite 35)



Band 2 knüpft sofort an seinen Vorgänger an. Der Start ist etwas holprig und es liegt alles in Trümmern. Es ist langsam und wir befinden uns mitten in einer zerstörten Stadt. Dementsprechend traurig und trist ist die Atmosphäre. Es geht erst los als Rhya unverhofft im Königreich Llŷr landet. Wir bekommen eine neue Kulisse und einen neuen Mentor.

Die Geschichte weiß zu unterhalten und ich habe das Wiedersehen von Rhya und Soren genossen. Haha 10 von 10.

Das Worldbuilding ist großartig. Ich liebe Hylios einfach. Wie es beschrieben wird. Lebendig, atemberaubend schön, als wäre man selbst da. Die Kanäle, die bunten Wassermärkte, die riesigen Leuchttürme und magischen Geschöpfe. Alles in einer sehr bildhaften und mitreißenden Sprache verpackt. Insgesamt also ein wunderschönes Setting mit ganz eigenem Charme.

Insgesamt mochte ich das Buch, deshalb gebe ich auch vier Sterne, aber ein bisschen haben mich die vielen Parallelen zu ACOTAR schon genervt. Ich meine gut das Rad wird nicht neu erfunden... aber ein bisschen mehr Eigenständigkeit hätte ich mir iwie schon gewünscht. Der düstere und gebrochene First-Love-Interest aus Band 1 zieht sich zurück und wird immer abweisender (Tamlin bist du es?). Die Prota wechselt an einen neuen schöneren Hof und ach da ist dieser geheimnisvolle, attraktive Herrscher, der sie plötzlich trainiert und es knistert (Hello Rhys). Ich meine ok, ich liebe solche Geschichten, aber wenn man die ganze Zeit denkt, joar kenn ich schon... hmm überrascht mich jz gar nicht... dem erscheint dann doch vieles vorhersehbar. Keine Frage ich mochte das Buch wirklich, mich kriegen solche Tropes. Aber ein Highlight war es dann für mich nicht, aber ein gutes Buch.

Das Buch geht wirklich sehr langsam los, die ersten 100 Seiten sind träge beinahe trostlos... oder eher hoffnungslos, aber das ist ein langsamer Aufbau und ich finde er passt gut zur Geschichte. Die Dynamik zwischen Rhya und Soren ist großartig, es gibt viel Action und eine Bedrohung von seinem Stiefbruder Efnysien. Noch steht sie für mich nicht wirklich im Fokus sondern brodelt mehr im Hintergrund. Aber yess der Showdown war temporeich und lässt uns eiskalt auf das Finale warten.

Fazit: Ein wirklich bildgewaltiges Buch mit bekannten Mustern, aber einer guten Unterhaltung.

⭐⭐⭐⭐