Die Lerche und ihre zwei Könige – und plötzlich war da dieses Knistern

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april1985 Avatar

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Worum geht es?

Nach der Schlacht von Fyremas ist Rhyas Welt aus den Fugen geraten.
Caeldera liegt in Trümmern, Freunde sind verletzt oder tot, und Penn zieht sich immer weiter von ihr zurück, während ihn sein Wunsch nach Rache beherrscht.
Ein Schicksalsschlag führt Rhya schließlich an den geheimnisvollen Water Court. Dort muss sie lernen, ihre Magie besser zu verstehen — und trifft auf König Soren von Llŷr. Er ist so anders als Penn. Doch je mehr Soren ihr über die Magie und die Verbindung zwischen ihnen zeigt, desto stärker beginnt Rhya zu hinterfragen, was sie wirklich will und welche Rolle sie im kommenden Krieg spielen soll.

Meine Gedanken:

Nachdem ich Penn im ersten Band als ziemlich schwierig empfunden hatte, war ich ehrlich gesagt etwas nervös vor der Fortsetzung. Vor allem davor, wie sich seine Beziehung zu Rhya weiterentwickeln würde.
Und was soll ich sagen?Warum habe ich dieses Buch nicht schon früher zur Hand genommen? Wenn ich am Ende eines Buches sofort nachsehe, wann Band 3 erscheint, sagt das eigentlich schon alles.
Kleiner Spoiler zur Veröffentlichung: erst Februar 2027.

Nein. Mein Herz blutet. Für Rhya. Für Soren. Für Penn. Für meine gebrochene Seele. 😭

Band 1 war für mich schon großartig — trotz meiner Probleme mit Penns Verhalten. Band 2 setzt noch einmal einen drauf.

Der Anfang:

Der Einstieg war für mich noch etwas langgezogen.Ich brauchte ein bisschen, bis die Geschichte wieder richtig Fahrt aufgenommen hat. Aber mit Rhyas Reise zum Water Court verändert sich alles. Und dann war es plötzlich da: das Knistern. Das Flirren in der Luft. Der Banter. Die Spannung.
Gänsehaut. Ab diesem Punkt hatte mich das Buch komplett.

Rhya & Soren:

Rhya und Soren haben für Herzklopfen gesorgt.Punkt. Ihre Dynamik funktioniert für mich unglaublich gut. Die Wortgefechte. Die humorvollen Momente. Die Spannung zwischen ihnen. Und diese Szenen, in denen eigentlich gar nicht viel passiert — und trotzdem fühlt sich alles plötzlich viel zu heiß an. Können spicy Szenen auch ohne Körperkontakt entstehen? Definitiv.So hot. 🔥

Gerade weil vieles über Blicke, Worte und Spannung funktioniert, war die Chemie zwischen den beiden für mich permanent spürbar.

Die Lerche und ihre zwei Könige:

Ich bin eigentlich kein Fan von Liebesdreiecken. Wirklich nicht.
Und trotzdem hat dieses hier für mich funktioniert. Vielleicht gerade deshalb, weil ich es nie wie ein klassisches Love Triangle wahrgenommen habe.

Rhya, Soren und Penn fühlen sich nicht wie drei Figuren in einem künstlich aufgebauten Beziehungskonstrukt an. Jede Verbindung hat ihre eigene Geschichte. Ihre eigene Dynamik. Ihr eigenes Gewicht.

Rhyas Geschichte kennen wir bereits.
Soren lernen wir hier erst richtig kennen — und in ihm steckt so viel mehr, als ich zunächst vermutet hätte. Und Penn?
Der ist natürlich auch noch da. Weniger präsent. Aber trotzdem ständig irgendwie spürbar. Eine tragische Randfigur, deren Sorgen einen fast mit erdrücken. Und genau deshalb macht er es mir nach wie vor nicht leicht.

Soren:

Ach, Soren. Er hat mich komplett überrascht.
Ich mochte seine ruhige, geheimnisvolle Art und vor allem, wie viel mehr hinter ihm steckt, als man zunächst vermutet. Mit jedem Kapitel durfte ich eine neue Seite von ihm kennenlernen. Und je mehr ich erfahren habe, desto mehr wollte ich wissen.
Er ist nicht einfach nur „der zweite König“.
Er ist eine eigene, spannende Figur mit Geschichte, Verantwortung und einer ganz anderen Art, Rhya zu begegnen.
Und genau diese Unterschiede zu Penn machen die Dynamik so interessant.

Krieg & Spannung:

Natürlich besteht The Sea Spinner nicht nur aus Romance. Efnisien ist weiterhin auf dem Vormarsch und hinterlässt Leid und Zerstörung. Gerade im letzten Drittel zieht die Geschichte noch einmal massiv an.
Spannend. Nervenaufreibend. Unberechenbar. Ab diesem Punkt konnte ich das Hörbuch kaum noch stoppen.

Die politischen und magischen Konflikte rücken wieder stärker in den Vordergrund und plötzlich greift vieles ineinander, was zuvor vorbereitet wurde

Und dieses Ende … Ich bin entsetzt. Ich bin zerstört. Ich liebe es. Ich hasse es. Es ist großartig. Und es schreit förmlich nach The Realm Reaper.

Dieses Ende hat mich emotional wirklich auseinandergenommen. Nicht auf die Art, bei der ich denke: „Ja, irgendwann lese ich weiter.“ Sondern: ICH MUSS WISSEN, WIE ES WEITERGEHT. Und jetzt soll ich bis Februar 2027 warten? Unverschämt.

Wie klang die Geschichte?

Ich habe The Sea Spinner als Hörbuch gehört und Rebecca Veil hat mich wieder richtig gut durch diese Welt getragen.
Ihre Stimme ist sanft, einnehmend und passt für mich wunderbar zu Rhya. Gerade in emotionalen oder ruhigeren Szenen mochte ich ihren Ton sehr. Aber auch die Spannung im letzten Drittel funktioniert durch ihre Erzählweise richtig gut.

Für mich war das wieder ein Hörbuch, bei dem die Stimme nicht einfach nur Text vorliest, sondern Atmosphäre schafft.

Was bleibt?

Die Lerche und ihre zwei Könige. Rhya. Soren. Penn. Eine Dynamik, von der ich vorher dachte, dass sie mich nerven würde — und die mich stattdessen komplett bekommen hat.

Der Anfang war für mich noch etwas langsam. Aber sobald Rhya den Water Court erreicht, zieht die Geschichte emotional und atmosphärisch enorm an.

Soren hat mein Herz erobert. Penn macht mir weiterhin das Leben schwer. Rhya steht zwischen zwei Welten, zwei Männern und gleichzeitig mitten in einem Krieg, der immer bedrohlicher wird.

Und dann dieses Ende. Mein Herz ist gebrochen — und ich brauche Band 3. Dringend.

🦉🦉🦉🦉🦉 / 5
Spice: 🔥🔥 / 5
Chemie: ✨✨✨✨✨ / 5
Atmosphäre: 🌙🌙🌙🌙🌙 / 5
Sprecherleistung: 🎙️🎙️🎙️🎙️🎙️ / 5

Fünf Eulen für Wasser, Feuer, Herzklopfen und ein Ende, das meine Seele genommen und irgendwo zwischen Rhya, Soren und Penn zurückgelassen hat. 🌊🔥💔