Gelungene Fortsetzung …und definitiv Team Soren!! 🌊💨🧝‍♀️

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Nachdem ich Band 1 sehr geliebt habe, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung der Reihe gefreut. Und da das Cover meiner Meinung nach noch einen Ticken schöner ist als das von The Wind Weaver, musst ich das Buch natürlich sofort lesen.

Die Geschichte hat mich sofort wieder in ihren Bann gezogen. Julies Johnson’s Schreibstil konnte mich erneut begeistern, da er sich nicht nur sehr flüssig und angenehm liest, sondern auch unglaublich bildhaft ist. Durch detailreiche Beschreibungen des Settings wirkt die Welt so unglaublich lebendig. Nach ein paar Seiten um reinzukommen wirkt die Welt Anwyn zum greifen nahe. Man bekommt das Gefühl, die Geschichte selbst mitzuerleben und fliegt nur so durch die Seiten.
Auch die Figuren werden so zum Leben erweckt. Ich konnte Rhyas Gefühle und Gedanken stets nachvollziehen und mit ihr mitfühlen. Sie ist eine sympathische und starke Protagonistin, die im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung durchlebt.
Penn dagegen mochte ich schon in Band 1 nicht und er entwickelt sich immer mehr zu einem übermäßig beschützerischen Tamlin-Verschnitt. Dementsprechend nervig fand ich die Figur und war froh, dass wir mit Soren noch einen neuen Love-Interest dazu bekommen. Soren ist nämlich um Welten sympathischer als Penn. Sein Humor und die schlagfertige Art haben mir richtig gut gefallen. Das Love-Triangle war gut umgesetzt und recht realistisch, obwohl ich den Trope normalerweise nicht so gerne mag. Die Entwicklung ähnelt wirklich sehr stark der aus ACOTAR, sodass man weiß, wie es letztendlich ausgehen wird, aber Soren ist deutlich anders als Rhysand und ich persönlich konnte leicht darüber hinwegsehen.
Dank des wunderschönen Schreibstils lässt sich das Buch sehr schnell lesen, und das obwohl das Erzähltempo wirklich sehr langsam ist. Es gibt einige langatmige Stellen, an denen ich mich gefragt habe, wann endlich mal wieder was richtiges passiert. Von ein paar wenigen Actionszenen abgesehen, passiert die ersten 400 Seiten handlungstechnisch sehr wenig. Es war nicht direkt langweilig, da mir die Liebesgeschichte und das Worldbuilding gut gefallen haben, aber man hätte definitiv an der einen oder anderen Stelle etwas kürzen können und die Handlung hat meiner Meinung nach nicht ganz für die fast 600 Seiten ausgereicht. Das typische Mittelband-Problem wie bei so vielen Trilogien eben.
Sobald die Handlung dann aber Fahrt aufnimmt, war ich hellauf begeistert. Es gab jetzt keinen absolut überraschenden Plottwist, aber dafür einige nervenaufreibende Momente. Auch wenn die Handlung etwas vorhersehbar ist, ist sie nicht weniger spannend. Als die Figuren, zu denen man das ganze Buch über eine emotionale Bindung aufgebaut hat, plötzlich in Gefahr sind, war ich völlig gefesselt. Die letzten 100 Seiten sind wirklich extrem mitreißend. Und dieses Ende… Es hat mich wirklich emotional zerstört und ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll, auf Band 3 zu warten. 😭

Fazit: The Sea Spinner kann leider nicht ganz mit Band 1 mithalten, ist aber trotzdem eine richtig schöne Romantasy Geschichte.

Empfehlung: Ja, wenn ihr eine klassische Romantasy mit Fae und Elementar-Magie mögt, seid ihr bei der Reihe genau richtig.

Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️/5