Herbstliche Wohlfühl-Vibes und jede Menge Gefühlschaos

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juanla Avatar

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Mich hat das Cover direkt angesprochen, diese herbstlichen Farben und die gemütliche Zimmer-Atmosphäre strahlen einfach totale Wohlfühl-Vibes aus. Dass die Geschichte in Vermont während des Indian Summers spielt, passt dazu einfach wie die Faust aufs Auge.
Die Autorin beschreibt den Campus der Willowbury University mit den roten Backsteingebäuden und dem bunten Laub so bildhaft, dass man sich beim Lesen sofort selbst in eine warme Decke kuscheln möchte. Aber hinter dieser idyllischen Fassade steckt ordentlich Zündstoff, und genau das hat mich an der Leseprobe so gefesselt. Der Schreibstil ist total flüssig, modern und die Dialoge sind herrlich schlagfertig. Ich musste an mehreren Stellen echt schmunzeln. Die Grundidee mit der Verkleidung im Kostümladen fand ich genial gelöst. Dass Branwyn durch Perücke und Kontaktlinsen für ihren Erzfeind Dale völlig unsichtbar wird, sorgt sofort für eine richtig gute Dynamik. Es macht als Leserin total Spaß, diesen riesigen Wissensvorsprung zu haben. Wie sie ihm dann am Ende eiskalt eine falsche Nummer unterjubelt und ihn auflaufen lässt, war einfach ein genialer Schachzug.
Auch die Charaktere haben mich überrascht, weil sie eben nicht nur flache Klischees bedienen. Branwyn tat mir wegen der Cyberbullying-Geschichte an ihrem dritten College-Tag wahnsinnig leid. Man versteht total, warum sie sich seitdem in ihren Oversize-Hoodies versteckt und einfach unsichtbar sein will. Gleichzeitig feiere ich es aber, dass sie ein totaler Marvel-Nerd ist und sich von Dale nicht alles gefallen lässt. Dale selbst kam mir erst wie der typische, arrogante Football-Quarterback rüber, der sie im Alltag nur blöd anrempelt und „Brownie“ nennt. Aber in dem Moment, als die beiden im Laden über Wolverine und Spider-Man diskutieren, blitzt da plötzlich eine ganz andere, fast verletzliche Seite bei ihm auf. Das macht ihn als Charakter sofort viel spannender.
Ich erwarte von der Geschichte jetzt ein richtig emotionales und turbulentes Gefühlschaos. Die Chemie und die Funken zwischen den beiden sind jedenfalls jetzt schon spürbar. Ich möchte das Buch unbedingt weiterlesen, um zu sehen, wie weit Branwyn dieses doppelte Spiel auf dem Campus treiben kann und vor allem, wie Dale reagiert, wenn er irgendwann kapiert, dass seine blonde Traumfrau „Bonnie“ und seine Erzfeindin „Brownie“ ein und dieselbe Person sind. Das Buch hat für mich absolutes Suchtpotenzial!