cozy fall read

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moongirl Avatar

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3,5 von 5 SternenThe Secret Identity of a Broken Girl ist schon ab der ersten Seite kitschig und voller Klischees, was allerdings nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss. Das Buch hat eine unglaublich gemütliche Herbststimmung und eignet sich perfekt für einen entspannten Abend auf dem Sofa. Das Setting an der Universität und die Atmosphäre rund um Herbst haben mir dabei besonders gut gefallen. Auch die vielen Anspielungen auf Marvel machen das Buch wahrscheinlich besonders interessant für Fans der Superhelden.
Branwyn mochte ich eigentlich ziemlich gerne, auch wenn ich mich nicht immer in ihre Gedanken hineinversetzen konnte. Sie denkt sehr viel über ihre eigenen Unsicherheiten und negativen Erfahrungen nach, was an manchen Stellen durchaus emotional war, mir mit der Zeit aber etwas zu viel wurde. Teilweise wirkten ihre Gedanken auf mich außerdem etwas unreif. Auch mit Dale bin ich nicht wirklich warm geworden. Das lag sicherlich auch daran, dass ich mit dem Bully-to-Lover-Trope grundsätzlich nicht besonders viel anfangen kann. Trotzdem wollte ich der Geschichte eine Chance geben, weil sich die Ausgangsidee für mich spannend angehört hat. Die Handlung selbst ist eher ruhig und an vielen Stellen vorhersehbar, hatte aber durchaus einige emotionale Momente.
Aber gerade das Ende hat mich leider nicht abgeholt. Es wirkte auf mich ziemlich konstruiert, als wollte man unbedingt noch einen Schock nach dem anderen einbauen. Dadurch hat es für mich eher übertrieben als wirklich emotional gewirkt. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe es tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen. Insgesamt ist The Secret Identity of a Broken Girl für mich ein solides Buch, das weder besonders schlecht noch besonders gut war. Wer Lust auf eine kitschige, klischeehafte und vor allem gemütliche Herbstgeschichte mit Uni-Setting hat, wird hier wahrscheinlich genau das finden.