Eine süße Liebesgeschichte mit schweren Themen

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paulinemathildew Avatar

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Beginnen wir doch mal mit dem Cover. Ich muss sagen, in das hab ich mich in dem Moment schockverliebt, in dem ich es gesehen habe, und ich meine, schaut es euch an, wie könnte ich auch nicht? Ich liebe die Farben und den Artstil, eigentlich alles, wenn wir schonmal dabei sind. Auch die Idee hinter dem Buch hat mich direkt neugierig gemacht. Und allein der Fakt, dass sie in einem Kostümladen arbeitet hat mich ja direkt begeistert, das hab ich so auch noch nicht gelesen und ich finds ein bisschen sehr toll.

Aber auch die Charaktere mochte ich direkt, außer die vielleicht, die man nicht unbedingt mögen kann natütlich. Ich habe beim Lesen die Atmosphäre geliebt und fand es schon spannend Branwyn durch ihre Geschichte zu begleiten. Sie ist ja von Anfang an nicht unbedingt der fröhlichste Charakter und umso weiter man liest, umso mehr Sinn ergibt das auch. Ihre Geschichte tat beim lesen schon ein wenig sehr weh und ich hätte die an der ein oder anderen Stelle wirklich einfach nur gern in den Arm genommen und ihr gut zugesprochen.

Und dann kommen wir zu den Momenten, in denen sie als Bonnie auftritt. Ich fand es spannend, welchen Blickwinkel sie auf manche Leute bekommen hat, der sich ihr, als Branwyn selbst vielleicht nie eröffnet hätte. Ich mochte die Gespräche, die sie als ihr Alterego zum Teil geführt hat echt gern und wie unterschiedlich die Realität der beiden Mädchen ist, obwohl sie ja nur von einer Person vertreten werden. Mir hat in dem Zuge sehr gefallen, dass aufgezeigt wurde, wie unterschiedlich Menschen anhand ihres Aussehens behandelt werden können und ich finde es super, dass Branwyn das auch überrascht beziehungsweise erschreckt.

Ich muss aber sagen, dass so einige risikoreiche Aktionen Branwyns mich ein paar Nerven gekostet haben beim lesen. Mir würde in solchen Situationen der Arsch auf Grundeis gehen und auch, wenn ich sie für ihren Mut bewundere, wenn sie sowas einfach durchzieht, würde ich mich am liebsten hinter einem Kissen oder so verstecken, weil ich es schiefgehen sehe, sobald sie so eine Aktion startet, selbst, wenn es am Ende gut geht. Diese ganze Bonnie Sache hat mir außerdem regelrech bauchschmerzen beschert. Ich hasse Unehrlichkeit und habe den Moment förmlich herbeigesehnt, in dem die Wahrheit ans Licht kommt.

Ich muss außerdem sagen, dass ich Branwyns Charakterentwicklung super spannend und gut gelungen fand. Ich liebe, dass sie kein unfehlbarer Mensch ist und sich ihrer Fehler bewusst wird und sie sich eingesteht. Das erfordert viel stärke und es war schön, sie auf ihrem Weg dahin zu begleiten.

Aber auch die Liebesgeschichte war schon süß. Ich muss also sagen, dass mir, bis auf die Bauchschmerzmomente, wegen all der Lügen, wirklich gefallen hat, was ich da gelesen habe.


Fazit:

Ich mochte es wirklich gern, muss aber sagen, dass da einige schwere Themen behandelt werden, derer man sich vielleicht bewusst sein sollte, bevor man in das cozy aussehende Buch startet. Aber: Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, die Story ist zum mitfühlen und die Liebesgeschichte wirklich süß.