Lost and found

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elefantracer Avatar

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Branwyns Leben hat so viele Facetten, wie der Kostümladen in dem sie jobbt Verkleidungen hat. Da ist z.B. der unausstehliche Kommilitone, der eigentlich jeden um den Finger wickelt, in Branwyns Augen aber ein schlimmer Finger ist. Als sich aus der Situation heraus eine Chance ergibt, sich endlich mal gegen ihn zu behaupten, nimmt Branwyns Alter Ego konkrete Formen an. Doch das bleibt nicht die einzige Maske.

Die Geschichte spielt sehr intensiv mit dem, was man zeigt und dem, was man ist - also etwas, das heutzutage ein wirklich großes Problem ist, denn bei den meisten Menschen hat die Geschwindigkeit und Oberflächlichkeit des Lebens ein ungesundes Level erreicht.

Die beiden Protagonisten haben damit auch, jeder für sich auf seine Art, immer wieder zu kämpfen. Dieser Struggle ist im Buch wirklich greifbar dargestellt und als Leser fügt man der Identität der Charaktere immer wieder ein Puzzleteil hinzu.

Die Nebencharaktere ergänzen die Protagonisten ebenbürtig und sorgen für einige Rätsel, die es zu lösen gilt.

Mit dem Kostüm und dem Identitätswechsel hat mich der Plot zwischenzeitlich an einschlägige Filme um die Jahrtausendwende erinnert. :D

Weshalb ich mich für 4 Sterne entschieden habe war, dass der Handlungsablauf in der Länge für mich in der Umsetzung zu unrealistisch war und Branwyn gefühlt in ihrer Charakterentwicklung eine ganze Weile auf Pause gedrückt hatte.

Dennoch hat das Buch viele schöne und/oder bewegende Momente und dürfte Freunden von Geschichten mit Geheimnissen und Intrigen sehr gelegen kommen, die auch wesentlichere Themen nicht scheuen.