Supergirls don't cry - Kostüme und Masken, neue Chancen, Collegealltag und die Liebe
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Rezensionsexemplar
Titel und Klappentext des Buches haben mich sehr neugierig gemacht. Wer würde nicht gern durch einen Zufall die Gelegenheit haben seine Mitmenschen neu kennenzulernen und dabei auch sich selbst einmal von einer anderen Seite zeigen. Das Cover und der Klappentext mögen vielleicht eine Feelgood Herbstgeschichte erwarten lassen, doch der Titel hält was er verspricht und es werden auch Themen behandelt, die unter die Haut gehen.
Zum Inhalt:
Branwyn fühlt sich ihr ganzes Leben unerwünscht. Als sie durch ein Missverständnis die Gelegenheit bekommt dem beliebten Quarterback und ihrer Nemesis Dale eins auszuwischen, greift sie entschlossen zu. Verkleidet als Barbie aka Bonnie bekommt Branwyn nicht nur die Gelegenheit für ihre Rache, sondern auch die Möglichkeit ihre Kommilitonen von einer neuen Seite kennenzulernen. Zu allem Überfluss muss sie als Branwyn auch noch gemeinsam mit Dale an einem Drehbuchprojekt arbeiten, um ihren Kurs zu bestehen. Damit ist (Gefühls-) Chaos vorprogrammiert.
Supergirls don‘t cry
Branwyn hat unglaublich viele verschiedene Emotionen in mir ausgelöst. Ich wollte mit ihr weinen, lachen, sie umarmen und ihre Freundin sein. Mit Anfang 20 hat Branwyn bereits jede Menge schlechter Erfahrungen machen müssen. Das Gefühl nicht genug zu sein begleitet sie in jedem Moment ihres Lebens. Die Angst ersetzt zu werden ist allgegenwärtig. Branwyn versteckt diese Gefühle hinter einer Fassade, um nicht angreifbar zu sein. Zusätzlich bemüht sie sich angepasst zu sein und nicht aufzufallen. Leider gelingt ihr dies nicht immer. Mir taten die Momente, in denen sich Branwyn immer wieder neu zusammensetzen und von vorne anfangen musste unglaublich leid. Mehr noch, dass ein ständiges Misstrauen gegenüber anderen Menschen sie begleitet hat. Die Entwicklung, die sie dank des Missverständnisses und Bonnie erleben durfte, war für sie mehr als überfällig. Ich bin froh gewesen, dass Branwyn sich reflektieren konnte und an den neuen Blickwinkel, den Bonnie ihr gegeben, zu nutzen wusste, um an sich zu arbeiten.
Auch Dale ist mehr als der Quarterback und Womanizer als der er sich ausgiebt. Auch hinter seiner Fassade verbergen sich Abgründe und Ängste, die er unter Verschluss hält. Mich hat erleichtert, dass er über diese Themen gesprochen hat. Aus Zahn um Zahn zwischen Branwyn und Dale wurde schnell Geheimnis für Geheimnis zwischen Bonnie und Dale. Dies hat wiederum dazugeführt, dass aus Bonnie immer mehr Branwyn wurde. Dale war mir nach dem ersten Blick hinter seine Fassade schnell sympathisch. Es war wirklich schön zu sehen wie Bonnie und er miteinander umgehen und sich dabei helfen zu heilen. Dale ist wohl das beste Beispiel dafür sich nicht vom Schein blenden zu lassen und das sich ein Blick hinter die Fassade des guten Aussehens lohnt.
Die Dynamik zwischen Branwyn/ Bonnie und Dale war wunderbar und hat sehr zu Branwyns Entwicklung beigetragen. Ich mochte auch die Nebencharaktere und ihre Rollen im Leben der Hauptcharaktere. Zwar waren die Nebencharaktere nicht so tiefgründig gestaltet wie Branwyn und Dale, doch waren sie nicht einfach nur da für die Geschichte, sondern haben auch ihre eigenen Gefühle und Erfahrungen in ihr Handeln eingebracht. So hat sich bei einigen dieses Charaktere gezeigt, dass mehr hinter der Fassade steckt. Ich hatte am Ende des Gefühl, dass sich jeder irgendwie in irgendeiner Form entwickelt hat. Es war für mich rund um stimmig.
College Leben, Frust, Sorgen und Erfahrungen
Das sich die Geschichte am College abspielt und über einen Zeitraum von mehreren Wochen geht, hat mir richtig gut gefallen. An besten fand ich, dass das College nicht nur Fassade war und es dann um die Charaktere in ihrer Freizeit oder in ihren Sportarten ging, sondern wirklich alles thematisiert worden ist. Branwyn ist im Vorlesungen gegangen, hatte Lernfrust, Party Erfahrungen und einen Nebenjob. Für mich war es eine sehr gute Darstellung des Studentenlebens und hat die Geschichte positiv unterstützt.
Wenn Rache die Motivation ist und Erkenntnis die Antwort
Die Geschichte wird aus Branwyns/ Bonnies Perspektive erzählt. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht auch einen Einblick in Dales Gefühlswelt zu bekommen, doch hat es mich nicht gestört, dass auf diese POV verzichtet worden ist. Manchmal hätte ich auch gedacht, dass ein Kapitel der anderen Nebencharaktere hätte interessant sein können, aber das wäre wohl etwas wild und viel geworden.
Die Einblicke in die Vergangenheit waren an den passenden Stellen und haben sich immer in die Geschichte eingefügt. Sie haben mich ein wenig an die Rückblenden in Filmen erinnert, was absolut passend gewesen ist.
Ich mochte sehr wie sich die Geschichte und damit auch Bonnie/ Branwyn entwickelt haben. Der Zeitraum und die damit verbundenen Offenbarungen waren für mich sinnvoll, auch Intimität und anderen Gefühle haben sich nach und nach entwickelt. Für mich war an keiner Stelle die Handlung aus der Luft gegriffen. Die Motivation der Charaktere war immer klar. Mich haben beim Lesen viele Emotionen begleitet und je enger das Netz um Bonnie/ Branwyn wurde, umso mehr Einblicke in die Vergangenheit war, umso mehr wollte ich wissen wie die Geschichte ausgeht. Der Schreibstil und die kleinen Details der Geschichte haben mich immer motiviert zum Buch zu greifen. Trotz der schwierigen Themen waren diese auf eine Weise eingearbeitet, dass Branwyns Gefühle nachvollziehbar waren. Das ist der Autorin gut gelungen. Zusätzlich gab es zwar Intimität und auch Spice, aber daran war nichts aufgesetzt oder übertrieben. Im Gegenteil fand ich, dass dieser sich im Hintergrund gehalten hat und das Kennenlernenen der Charaktere im Vordergrund stand. Ich konnte mir die Geschichte auch gut vorstellen als ob ich einen Film schauen würde.
Fazit
Dieses Buch hat mich in vielen Punkten überrascht. Ich hatte einen Teenie Film wie in den frühen 2000ern erwartet, mit war Kat aus "10 Dinge, die ich an dir hasse" bei Branwyn irgendwie unglaublich präsent, aber das Buch geht für mich tiefer, selbst wenn ich in einigen Momenten immer nochmal an den Film denken musste. Das Buch hatte für mich genau die richtige Tiefe, das richtige Setting und die passende Grundstimmung für den Herbst. Ich mochte auch die kleinen nerdigen Details, die immer wieder eingebracht worden sind.
Ich kann dieses Buch von Herzen jedem empfehlen, der eine Romance möchte,...
...wo das Kennenlernen im Vordergrund steht,
...sich toll ausgestaltete Charaktere und zwei Hauptcharaktere mit Ecken und Kanten wünscht,
...der das College Leben in allen Facetten erleben möchte,
...ein Faible für Superhelden hat,
...ein bisschen 2000er Teenie-Film-Zeit vermisst und ...
...vielleicht auch das ein oder andere Tränchen verdrücken möchte.
Fazit 4/5
Gefühl 3/5
Spannung 2/5
Humor 1/5
Spice 1/5
#thesecretidentityofabrokengirl #teodorathoma #college #kostümeundmasken #superhelden #rezensionsexemplar #vorablesen
Rezensionsexemplar
Titel und Klappentext des Buches haben mich sehr neugierig gemacht. Wer würde nicht gern durch einen Zufall die Gelegenheit haben seine Mitmenschen neu kennenzulernen und dabei auch sich selbst einmal von einer anderen Seite zeigen. Das Cover und der Klappentext mögen vielleicht eine Feelgood Herbstgeschichte erwarten lassen, doch der Titel hält was er verspricht und es werden auch Themen behandelt, die unter die Haut gehen.
Zum Inhalt:
Branwyn fühlt sich ihr ganzes Leben unerwünscht. Als sie durch ein Missverständnis die Gelegenheit bekommt dem beliebten Quarterback und ihrer Nemesis Dale eins auszuwischen, greift sie entschlossen zu. Verkleidet als Barbie aka Bonnie bekommt Branwyn nicht nur die Gelegenheit für ihre Rache, sondern auch die Möglichkeit ihre Kommilitonen von einer neuen Seite kennenzulernen. Zu allem Überfluss muss sie als Branwyn auch noch gemeinsam mit Dale an einem Drehbuchprojekt arbeiten, um ihren Kurs zu bestehen. Damit ist (Gefühls-) Chaos vorprogrammiert.
Supergirls don‘t cry
Branwyn hat unglaublich viele verschiedene Emotionen in mir ausgelöst. Ich wollte mit ihr weinen, lachen, sie umarmen und ihre Freundin sein. Mit Anfang 20 hat Branwyn bereits jede Menge schlechter Erfahrungen machen müssen. Das Gefühl nicht genug zu sein begleitet sie in jedem Moment ihres Lebens. Die Angst ersetzt zu werden ist allgegenwärtig. Branwyn versteckt diese Gefühle hinter einer Fassade, um nicht angreifbar zu sein. Zusätzlich bemüht sie sich angepasst zu sein und nicht aufzufallen. Leider gelingt ihr dies nicht immer. Mir taten die Momente, in denen sich Branwyn immer wieder neu zusammensetzen und von vorne anfangen musste unglaublich leid. Mehr noch, dass ein ständiges Misstrauen gegenüber anderen Menschen sie begleitet hat. Die Entwicklung, die sie dank des Missverständnisses und Bonnie erleben durfte, war für sie mehr als überfällig. Ich bin froh gewesen, dass Branwyn sich reflektieren konnte und an den neuen Blickwinkel, den Bonnie ihr gegeben, zu nutzen wusste, um an sich zu arbeiten.
Auch Dale ist mehr als der Quarterback und Womanizer als der er sich ausgiebt. Auch hinter seiner Fassade verbergen sich Abgründe und Ängste, die er unter Verschluss hält. Mich hat erleichtert, dass er über diese Themen gesprochen hat. Aus Zahn um Zahn zwischen Branwyn und Dale wurde schnell Geheimnis für Geheimnis zwischen Bonnie und Dale. Dies hat wiederum dazugeführt, dass aus Bonnie immer mehr Branwyn wurde. Dale war mir nach dem ersten Blick hinter seine Fassade schnell sympathisch. Es war wirklich schön zu sehen wie Bonnie und er miteinander umgehen und sich dabei helfen zu heilen. Dale ist wohl das beste Beispiel dafür sich nicht vom Schein blenden zu lassen und das sich ein Blick hinter die Fassade des guten Aussehens lohnt.
Die Dynamik zwischen Branwyn/ Bonnie und Dale war wunderbar und hat sehr zu Branwyns Entwicklung beigetragen. Ich mochte auch die Nebencharaktere und ihre Rollen im Leben der Hauptcharaktere. Zwar waren die Nebencharaktere nicht so tiefgründig gestaltet wie Branwyn und Dale, doch waren sie nicht einfach nur da für die Geschichte, sondern haben auch ihre eigenen Gefühle und Erfahrungen in ihr Handeln eingebracht. So hat sich bei einigen dieses Charaktere gezeigt, dass mehr hinter der Fassade steckt. Ich hatte am Ende des Gefühl, dass sich jeder irgendwie in irgendeiner Form entwickelt hat. Es war für mich rund um stimmig.
College Leben, Frust, Sorgen und Erfahrungen
Das sich die Geschichte am College abspielt und über einen Zeitraum von mehreren Wochen geht, hat mir richtig gut gefallen. An besten fand ich, dass das College nicht nur Fassade war und es dann um die Charaktere in ihrer Freizeit oder in ihren Sportarten ging, sondern wirklich alles thematisiert worden ist. Branwyn ist im Vorlesungen gegangen, hatte Lernfrust, Party Erfahrungen und einen Nebenjob. Für mich war es eine sehr gute Darstellung des Studentenlebens und hat die Geschichte positiv unterstützt.
Wenn Rache die Motivation ist und Erkenntnis die Antwort
Die Geschichte wird aus Branwyns/ Bonnies Perspektive erzählt. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht auch einen Einblick in Dales Gefühlswelt zu bekommen, doch hat es mich nicht gestört, dass auf diese POV verzichtet worden ist. Manchmal hätte ich auch gedacht, dass ein Kapitel der anderen Nebencharaktere hätte interessant sein können, aber das wäre wohl etwas wild und viel geworden.
Die Einblicke in die Vergangenheit waren an den passenden Stellen und haben sich immer in die Geschichte eingefügt. Sie haben mich ein wenig an die Rückblenden in Filmen erinnert, was absolut passend gewesen ist.
Ich mochte sehr wie sich die Geschichte und damit auch Bonnie/ Branwyn entwickelt haben. Der Zeitraum und die damit verbundenen Offenbarungen waren für mich sinnvoll, auch Intimität und anderen Gefühle haben sich nach und nach entwickelt. Für mich war an keiner Stelle die Handlung aus der Luft gegriffen. Die Motivation der Charaktere war immer klar. Mich haben beim Lesen viele Emotionen begleitet und je enger das Netz um Bonnie/ Branwyn wurde, umso mehr Einblicke in die Vergangenheit war, umso mehr wollte ich wissen wie die Geschichte ausgeht. Der Schreibstil und die kleinen Details der Geschichte haben mich immer motiviert zum Buch zu greifen. Trotz der schwierigen Themen waren diese auf eine Weise eingearbeitet, dass Branwyns Gefühle nachvollziehbar waren. Das ist der Autorin gut gelungen. Zusätzlich gab es zwar Intimität und auch Spice, aber daran war nichts aufgesetzt oder übertrieben. Im Gegenteil fand ich, dass dieser sich im Hintergrund gehalten hat und das Kennenlernenen der Charaktere im Vordergrund stand. Ich konnte mir die Geschichte auch gut vorstellen als ob ich einen Film schauen würde.
Fazit
Dieses Buch hat mich in vielen Punkten überrascht. Ich hatte einen Teenie Film wie in den frühen 2000ern erwartet, mit war Kat aus "10 Dinge, die ich an dir hasse" bei Branwyn irgendwie unglaublich präsent, aber das Buch geht für mich tiefer, selbst wenn ich in einigen Momenten immer nochmal an den Film denken musste. Das Buch hatte für mich genau die richtige Tiefe, das richtige Setting und die passende Grundstimmung für den Herbst. Ich mochte auch die kleinen nerdigen Details, die immer wieder eingebracht worden sind.
Ich kann dieses Buch von Herzen jedem empfehlen, der eine Romance möchte,...
...wo das Kennenlernen im Vordergrund steht,
...sich toll ausgestaltete Charaktere und zwei Hauptcharaktere mit Ecken und Kanten wünscht,
...der das College Leben in allen Facetten erleben möchte,
...ein Faible für Superhelden hat,
...ein bisschen 2000er Teenie-Film-Zeit vermisst und ...
...vielleicht auch das ein oder andere Tränchen verdrücken möchte.
Fazit 4/5
Gefühl 3/5
Spannung 2/5
Humor 1/5
Spice 1/5
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