Verkleidungen und Gefühle

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Branwyn arbeitet neben dem Studium in einem Kostümladen. Als sie sich dort als Barbie verkleidet, kommt Dale rein, den sie nicht mag. Überraschenderweise erkennt er sie jedoch nicht und beginnt, mit ihr zu flirten. Das führt dazu, dass Branwyn einen Plan schmiedet, um es Dale zu zeigen. Aber ist er wirklich so fies, wie sie dachte?

Die Geschichte lässt sich sehr schnell und gut lesen, wird mir aber ehrlicherweise nicht lange im Gedächtnis bleiben.
Im Großen und Ganzen mochte ich Branwyn, aber ich konnte nicht all ihre Handlungen nachvollziehen. Sie neigt zu Selbstmitleid, begegnet anderen Menschen oft mit Vorurteilen und ist nicht sehr reflektiert. Sie hat das Herz zwar am rechten Fleck, verrennt sich aber in manche Situationen und treibt es zu weit.

Die Nebenfiguren sind ebenfalls interessant, insgesamt fehlt es jedoch an Tiefe.

Allgemein beruht der Großteil des Buches auf Nicht-Kommunikation. Das war mir irgendwann zu viel und in einigen Fällen auch nicht ganz nachvollziehbar. Und am Ende lösen sich die zahlreichen Konflikte, die dadurch entstanden sind, etwas zu einfach auf.

Nichtsdestotrotz eignet sich das Buch als leichte und vorhersehbare Lektüre und versprüht zudem eine schöne Herbstatmosphäre, weswegen es gut zum Einkuscheln im Herbst passt.