Magie zwischen den Zeilen

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chiara-maria Avatar

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Das Cover gefällt mir richtig gut und wäre definitiv eines, bei dem ich in der Buchhandlung erst einmal stehen bleiben würde. Die dunklen Rot- und Goldtöne, die Bücher und die ganzen kleinen verspielten Details passen für mich perfekt zu einer Geschichte über Bücher und Magie. Es wirkt märchenhaft, ein bisschen geheimnisvoll und macht direkt neugierig darauf, welche Welt sich dahinter verbirgt.
Auch der Schreibstil hat mich in der Leseprobe schnell abgeholt. Ich finde ihn bildlich, ohne dass die Beschreibungen die Handlung unnötig ausbremsen. Gerade Avalora, das Sanctuary und die Bibliothek konnte ich mir beim Lesen richtig gut vorstellen. Gleichzeitig gefällt mir die Grundidee unglaublich gut: Lumina kann als Storykeeperin tatsächlich in Bücher eintauchen, dort die Rolle der Protagonistin übernehmen und die durch starke Gefühle entstehende Zeilenmagie sammeln. Dabei darf sie aber niemals vergessen, dass die Gefühle der Figuren nicht ihr gelten und sie sich nicht in sie verlieben darf, weil sie sonst die Geschichte verändern könnte. Allein dieser Gedanke hat bei mir schon dieses „Oh oh, das wird doch garantiert irgendwann schiefgehen!“ ausgelöst.
Der Spannungsaufbau gefällt mir deshalb ebenfalls sehr. Anfangs bekommt man erst einmal Zeit, die Welt und ihre Regeln kennenzulernen, aber nach und nach merkt man, dass etwas nicht stimmt. Besonders neugierig macht mich, dass die Magie offenbar Probleme bereitet und Lumina möglicherweise einen Gatekeeper an ihre Seite gestellt bekommt – jemanden, der zwar selbst keine Zeilenmagie sammeln kann, dafür aber den Verlauf einer Geschichte schützen soll. Dazu kommt natürlich Reed, bei dem sich die Gatekeeper-Gabe zeigen könnte. Da möchte ich jetzt unbedingt wissen, was hinter dem Verschwinden beziehungsweise Schwächerwerden der Magie steckt und was passiert, wenn Lumina plötzlich nicht mehr allein durch die Geschichten reist.
Lumina mag ich bisher sehr, vor allem weil sie trotz ihrer besonderen Gabe nicht unnahbar wirkt. Man merkt schon jetzt, dass ihre Aufgabe emotional viel mehr mit ihr macht, als sie nach außen zugibt. Ihre Gefühle für John zeigen ziemlich deutlich, wie schwer es sein muss, immer wieder Menschen zu begegnen, Gefühle für sie zu entwickeln und sich anschließend einzureden, dass sie schließlich „nur“ Figuren aus einem Buch sind. Magnolia und Pip bringen für mich dagegen etwas Leichtigkeit und Humor hinein, was ich als Ausgleich sehr gerne mag.
Von der Geschichte erwarte ich jetzt vor allem Magie, Romance und hoffentlich jede Menge Buchwelten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Lumina irgendwann genau die Regel brechen wird, die ihr immer wieder eingeschärft wurde, und dass Gefühle dabei eine ziemlich große Rolle spielen werden. Gleichzeitig möchte ich unbedingt herausfinden, warum die Zeilenmagie schwindet und was es mit dem Gatekeeper auf sich hat. Die Leseprobe endet für mich genau an dem Punkt, an dem aus einer schönen Grundidee langsam eine größere Geschichte wird – und deshalb würde ich definitiv weiterlesen!