Zwischen den Zeilen
Wäre es nicht wunderbar, wenn man ein Buch nicht bloß lesen, sondern wirklich die Grenze überschreiten und Teil der Geschichte werden könnte? Die Idee an sich ist jetzt nicht sonderlich neu und wurde bereits von so großartigen Autoren wie Michael Ende, Jasper Fforde und Kai Meyer aufgegriffen. Rachel Mavie erfindet nicht unbedingt das Rad neu, aber sie fügt ihm ein paar erfrischend interessante Speichen hinzu, die Lust aufs Weiterlesen machen. Besonders gut gefallen hat mir, wie sie den Übergang von der Realwelt zur Buchwelt beschreibt. Und die Ankündigung, dass Lumina künftig mit einem Partner ihre Buchreisen machen muss, kündigen schon mal hitzige Konfliktdialoge à la Jane Austen an. Auch die Nebencharaktere klingen vielversprechend und wirken nicht wie bloße Statisten. Natürlich gibt es auch jede Menge Vokabular erstmals zu lernen, um in die Welt von Avalora reinzukommen. Aber bisher wirkt es recht selbsterklärend und ich fühle mich noch nicht erdrückt vom Wörterlernen.