Erst genervt, dann verliebt?

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ladytiga Avatar

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The Story Keeper hat mich vor allem durch die Idee neugierig gemacht. Eine Storykeeperin, die in Bücher hineinspringen und dort die Geschichten tatsächlich erleben kann, finde ich einfach richtig schön. Ich glaube, genau davon träumen viele Leser irgendwann einmal: nicht nur eine Geschichte zu lesen, sondern selbst ein Teil davon zu sein.

Lumina Emberlain ist die Storykeeperin des magischen Königreichs Avalora. In einer besonderen Bibliothek befindet sich der Lebensbaum, der das Illusionary bewahrt und damit die Energie für das gesamte Königreich. Lumina reist in verschiedene Bücher und nimmt dort die Gefühle und die Magie aus den Geschichten auf, um sie nach Avalora zurückzubringen.

Die Idee mit den Büchern hat mir wirklich gut gefallen. Gerade die Vorstellung, dass Lumina jedes Mal in eine andere Geschichte eintaucht und dort eine andere Rolle übernimmt, fand ich sehr interessant. Dazu kommt diese wunderschöne, gemütliche Atmosphäre mit der großen Bibliothek, den vielen Büchern und der Magie. Das Ganze wirkt dadurch sehr warm und herzlich und passt für mich richtig gut in die Herbstzeit.

Auch Lumina mochte ich als Hauptfigur gerne. Sie liebt ihre Aufgabe und nimmt ihre Verantwortung ernst, gleichzeitig merkt man aber auch, wie sehr sie unter dem Druck steht, der auf ihr lastet. Denn schließlich hängt die Magie von Avalora zu einem großen Teil von ihrer Arbeit ab.

Dann ist da noch Reed, der sie auf ihren Reisen begleiten soll. Die beiden starten natürlich nicht gerade als Traumpaar und müssen erst einmal miteinander klarkommen. Gerade diese Entwicklung fand ich interessant, weil sich die Gefühle nicht sofort entwickeln, sondern sich langsam etwas zwischen ihnen aufbaut. Ich mag solche Geschichten eigentlich ganz gerne, wo man fast bildlich zusehen kann, was passiert. Aber auch total witzig, wie die beiden sich immer Gegenseitig hochpushen und reizen.

Besonders schön fand ich auch die Idee, dass Lumina irgendwann darüber nachdenkt, ob sie selbst vielleicht nur eine Figur in einer Geschichte ist und ob sie überhaupt eine eigene Geschichte haben darf. Dadurch bekommt die Geschichte neben der eigentlichen Fantasyhandlung noch eine andere Ebene.

Pip, der kleine Bibliotheksgeist, ist dabei ebenfalls eine Figur, die ich sehr sympathisch finde. Von ihm hätte ich ehrlich gesagt gerne noch mehr gehabt.