solide Basis mit ein paar Stolpersteinen

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lili_an Avatar

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Die Idee dieses Buches hat mich wirklich begeistert. Ein Königreich, das vom Schwinden der Magie bedroht wird gibt der Geschichte eine gewisse Brisanz. Und das Magie-System, Bücher zu betreten, ist einfach richtig cool und ich glaube was sich jeder Buch-Nerd insgeheim wünscht.
Das Ganze wird ergänzt durch eine recht klassische Romanze. Die Wortgefechte der Protagonisten sind sehr unterhaltsam und lockern das ganze Buch gut auf. Allerdings löst sich das "enemies to lovers" sehr schnell zu insgeheim verknallt auf.

In den Grundsteinen also eine durchaus solide Story, die sich auch durch den Romance-Anteil gut und locker lesen lässt.

Leider hatte ich ein paar Stolpersteine, die es mir etwas erschwert haben, mich ganz auf das Buch einzulassen. Kurz gesagt, ist es mir doch zu sehr Romantik- und Männer-orientiert.
Zu beginn begleiten wir Lumina, wie sie durchaus emanzipiert als Storykeeperin arbeitet. Allerdings werden auch hier schon nur Liebesromane betreten bzw. die einzige "Zeilenmagie" die gesammelt wird, sind die romantischen Gefühle der oder gegenüber der Hauptfigur. Hier hätte ich mir etwas mehr Bandbreite gewünscht - schließlich gibt es in der Literatur so viele Genres und so viel mehr, was einem beim Lesen den Atem verschlägt als nur die Höhepunkte von Liebesgeschichten.
Zudem finde ich es nicht ganz einfach, dass die Storykeeperin als Teil ihres Jobs in den Liebes-Romanen auch körperliche Interaktionen nachspielt. Das mag zum einen nötig sein um die Zeilenmagie nicht zu zerstören, andererseits finde ich, dass das zumindest in einem inneren Monolog der Protagonistin ethisch-moralisch hätte beleuchtet werden sollen.
Zuletzt dreht sich das Haupthindernis im Buch auch nur um einen Mann und sobald sich Lumina und Reed endlich ihre Gefühle zugestehen, taucht auf einmal Luminas beste Freundin überhaupt nicht mehr auf, von der sie vorher praktisch nicht zu trennen war.
Diese extreme Fixierung auf Liebesbeziehungen bzw. die zunehmende Identifikation der Charaktere über ihre romantischen Beziehungen finde ich etwas problematisch.