So wichtige Thematik

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Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht. Doch spätestens nach den ersten Seiten war klar: Dieses Buch überzeugt nicht nur optisch, sondern vor allem durch seinen einfühlsamen und emotionalen Schreibstil. Sarah Stankewitz schafft es vom ersten Satz an, eine Atmosphäre zu erzeugen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Spannung ist von Beginn an spürbar und bleibt über die gesamte Leseprobe hinweg konstant erhalten.

Bereits der Prolog hat mich tief berührt. Tatsächlich musste ich das Buch danach für einen Moment zuklappen – nicht, weil ich nicht weiterlesen wollte, sondern weil ich das Gelesene erst einmal verarbeiten musste. Besonders die Metapher mit dem Haus, dem Keller und dem undichten Dach fand ich unglaublich gelungen. Selten habe ich psychische Erkrankungen so verständlich, sensibel und gleichzeitig so eindrucksvoll beschrieben erlebt.
Ich schätze Bücher, die psychische Erkrankungen ernst nehmen, ohne die betroffenen Menschen auf ihre Diagnose zu reduzieren sehr.

Cloud hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Sechs Jahre nach dem Tod ihrer besten Freundin Emmi scheint sie noch immer in ihrer Trauer gefangen zu sein. Der Verlust begleitet sie in jeder Handlung und sie gibt sich offenbar für vieles die Schuld. Es wirkt, als hätte sie seit diesem Schicksalsschlag keinen unbeschwerten Moment mehr erlebt. Besonders bewegend fand ich, dass sie ausgerechnet an dem Ort ist, an dem Emmi sich das Leben genommen hat.

Auch Silas hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Er sucht den Nervenkitzel, springt über die Dächer New Yorks und scheint auf seine ganz eigene Weise vor seinen Gefühlen davonzulaufen. Gleichzeitig wirkt er sympathisch, aufmerksam und warmherzig. Die erste Begegnung zwischen Cloud und Silas hat mir unglaublich gut gefallen. Trotz der ernsten Ausgangssituation entwickeln sich zwischen ihnen Dialoge voller Leichtigkeit und feinem Humor. Gerade diese kleinen Momente machen die Geschichte für mich besonders authentisch, denn das Leben besteht selten nur aus Traurigkeit oder nur aus Glück – meist liegen beide Gefühle ganz nah beieinander.

Besonders beeindruckt mich, dass Sarah Stankewitz nicht einfach nur über schwere Themen schreibt, sondern eine Geschichte erzählt, in der Hoffnung ganz leise zwischen den Zeilen mitschwingt. Nicht kitschig, nicht übertrieben, sondern behutsam und glaubwürdig. Genau diese Art von Geschichten liebe ich. Ich lese unheimlich gern emotionale Romance mit Slow Burn, verletzlichen Figuren und Beziehungen, in denen Liebe keine Wunderheilung ist, sondern Menschen dabei hilft, gemeinsam Schritt für Schritt wieder nach vorne zu blicken. Genau dieses Gefühl vermittelt mir The Weight of Falling (in Love) schon nach der kurzen Leseprobe.

Die Rückblicke werfen bereits jetzt viele Fragen auf und ich möchte unbedingt erfahren, welche Gründe Emmi zu ihrem Suizid bewegt haben. Ebenso interessiert mich, wie sich die Beziehung zwischen Cloud und Silas entwickelt und welchen Weg beide gemeinsam gehen werden. Schon jetzt musste ich die ein oder andere Träne verdrücken und ich bin mir sicher, dass mich die Geschichte auch auf den weiteren Seiten emotional nicht mehr loslassen wird.
Ich habe das Gefühl, dass Cloud und Silas genau die Art von Geschichte erzählen werden, die noch lange nach der letzten Seite nachhallt.

Ich würde mich wirklich riesig freuen, bei dieser besonderen Leserunde dabei sein zu dürfen, da mir die Thematik des Buches wirklich sehr am Herzen liegt!