Spannend aber ich bin unentschlossen.
Die Leseprobe hinterlässt einen gespaltenen Eindruck. Stark ist der Prolog mit der Haus-Metapher, die Depressionen als undichtes Dach beschreibt, das den Keller flutet – das gibt dem Thema eine greifbare Schwere. Auch der isolierte Brief am Ende wirkt authentisch.
Kritisch sehe ich den abrupten Tonwechsel, sobald Silas auftaucht. Die potenziell lebensbedrohliche Situation auf dem Dach verkommt schnell zum New-Adult-Klischee: Er wird sofort als makelloser Schönling inszeniert, balanciert unrealistisch locker auf der Kante und klopft Sprüche über sein „Revier“. Das anschließende schlagfertige Geplänkel inklusive der Spitznamen „Trouble“ und „Rooftop“ wirkt angesichts von Clouds Trauma künstlich und nimmt der Szene die Glaubwürdigkeit. Das Buch droht hier, die Ernsthaftigkeit seines Themas für eine typische Liebesroman-Dynamik zu opfern.
Kritisch sehe ich den abrupten Tonwechsel, sobald Silas auftaucht. Die potenziell lebensbedrohliche Situation auf dem Dach verkommt schnell zum New-Adult-Klischee: Er wird sofort als makelloser Schönling inszeniert, balanciert unrealistisch locker auf der Kante und klopft Sprüche über sein „Revier“. Das anschließende schlagfertige Geplänkel inklusive der Spitznamen „Trouble“ und „Rooftop“ wirkt angesichts von Clouds Trauma künstlich und nimmt der Szene die Glaubwürdigkeit. Das Buch droht hier, die Ernsthaftigkeit seines Themas für eine typische Liebesroman-Dynamik zu opfern.