Zwischen Schmerz, Verlust und einem Funken Hoffnung

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mara.diek Avatar

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Mein erster Eindruck von der Leseprobe ist sehr intensiv und emotional, teilweise sogar ziemlich schwer, aber genau deshalb auch unglaublich fesselnd. Schon das Cover wirkt ruhig und fast sanft, steht aber im starken Kontrast zu den Themen, die im Buch angesprochen werden.
Die Geschichte startet direkt mit einem sehr ernsten Thema, das einen sofort trifft. Die Art, wie über Depression, Verlust und Schuldgefühle gesprochen wird, fühlt sich ehrlich und ungefiltert an. Besonders die Metapher mit dem „Haus“ und dem „Dach“, durch das alles ins Innere dringt, fand ich sehr eindrücklich und leicht verständlich erklärt.
Der Schreibstil ist emotional und stellenweise poetisch, aber gleichzeitig sehr direkt. Man merkt, dass hier viel Gefühl drinsteckt und dass die Gedanken der Hauptfigur nicht beschönigt werden. Gerade diese Mischung macht es beim Lesen so intensiv.
Besonders spannend finde ich die Dynamik zwischen den beiden Figuren auf dem Dach. Einerseits ist da diese schwere, melancholische Stimmung, andererseits plötzlich ein ganz anderer Ton durch den männlichen Charakter, der etwas Leichtigkeit reinbringt. Dieses Aufeinandertreffen wirkt irgendwie besonders und macht neugierig, wie sich das weiterentwickelt.
Ich erwarte von der Geschichte eine emotionale Entwicklung mit viel Tiefe – wahrscheinlich geht es um Heilung, Umgang mit Trauer und vielleicht auch darum, wieder Hoffnung zuzulassen. Gerade weil das Thema so ernst ist, würde ich weiterlesen, um zu sehen, ob und wie die Figuren Wege finden, damit umzugehen.