Trouble on the Rooftop

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saskia1312 Avatar

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"The Weight of Falling (in Love)" ist ein wahnsinnig mitreißender und tiefsinniger Roman der zwar keine leichte Kost ist, einen aber trotzdem mit einem tief zufriedenen Gefühl zurücklässt.

Die Geschichte dreht sich rund um die Protagonisten Cloud und Silas, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch auf ungeahnte Weise zueinander hingezogen fühlen. Beide tragen ihre ganz eigene Last mit sich herum und das Thema mentale Gesundheit ist allgegenwärtig.

Es werden verschiedene Erkrankungen in diesem großen Geflecht der psychischen Erkrankungen behandelt und auf jede wird mit sehr viel Feingefühl von der Autorin eingegangen. Nichts fühlt sich unangemessen oder überspitzt dargestellt an oder wird gar ins lächerliche gezogen. Man hat das Gefühl, dass dieses Buch eher vielen Menschen eine Stimme gibt die vielleicht selbst gerade nicht für sich einstehen können und das macht die Geschichte so wertvoll.

Es bleibt aber auch Platz für die schönen Momente wie die New Yorker Skyline bei Nacht. Aber es ist vor allem auch ganz viel Platz für neue Freundschaften, Wiedersehen und Unterstützung.
Außerdem spürt man bei beiden Protagonisten die Liebe zur Musik bis in die letzte Pore und auch die große Freiheit beim Freerunning kommt nicht zu kurz.

Im laufe der Geschichte und gerade zu ihrem Ende hin kommen immer wieder Phrasen auf, die ich wahnsinnig tiefsinnig und passend fand. In diesen Szenen hat man besonders gemerkt, dass sich die Autorin ausführlich mit dem Thema mentale Gesundheit auseinander gesetzt und es nicht nur für dieses Buch schnell recherchiert hat. Im Gegenteil, aus der Danksagung geht sogar heraus dass sie selbst betroffen ist und viele Sätze aus dem Buch ihre eigenen Gedankengänge widerspiegeln. Ein Zitat, welches mir besonders in Erinnerung geblieben ist lautet: "Komisch, oder? Was unser Kopf sich so für Geschichten ausmalt, um uns zu quälen? Oder zu schützen. Oder beides? Manchmal kann man das nicht so richtig auseinanderhalten."
Es hat mir nochmal vor Augen geführt, wie vielschichtig, sensibel und individuell das Feld der psychischen Erkrankungen ist und wie belastend es doch ist, dass diese Erkrankungen nicht gleichwertig wie körperliche Probleme behandelt werden.
Insgesamt habe ich dieses Buch wegen seiner vielen Facetten wirklich geliebt. Musik und Freerunning sind gleichermaßen interessante wie auch aufmunternde Themen und verleihen dem Buch trotz seiner schwere eine gewisse Leichtigkeit. Die Balance ist hier meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Es gab twists, die ich nicht vorhergesehen habe und so die Spannung aufrecht erhalten haben. Für Menschen, die nicht gut mir Schwermut umgehen können, würde ich dieses Buch trotzdem nicht empfehlen.