The Witch Collector von Charissa Weaks
Manchmal gibt es Bücher, bei denen man spürt, dass sie eigentlich genau das mitbringen, was man sonst gern liest – und trotzdem will der richtige Zugang einfach nicht entstehen. The Witch Collector war für mich genau so ein Buch.
Im Mittelpunkt steht Raina, die seit Jahren auf den einen Tag im Jahr wartet: den Tag, an dem der Witch Collector in ihr Dorf kommt, um die mächtigste Hexe mitzunehmen. Für die Dorfbewohner ist es ein gefürchtetes Ritual, für Raina jedoch Hoffnung. Ihre Schwester wurde vor acht Jahren fortgebracht, und sie ist fest entschlossen, den Witch Collector zu nutzen, um sie zurückzuholen. Doch als politische Konflikte und äußere Bedrohungen eskalieren, wird Raina gezwungen, ausgerechnet mit ihm zusammenzuarbeiten – und ihre klare Vorstellung von Gut und Böse gerät ins Wanken.
Die Welt, die Charissa Weaks erschafft, ist düster, gefährlich und von Magie durchzogen. Das Worldbuilding entfaltet sich eher langsam und verlangt Aufmerksamkeit, um Zusammenhänge wirklich greifen zu können. Für mich persönlich war genau das eine Hürde: Ich bin nie ganz in der Geschichte angekommen, obwohl Setting und Grundidee vielversprechend sind.
Was mich jedoch überzeugt hat, sind die Figuren. Raina ist eine ungewöhnliche Protagonistin: still, beobachtend, klug. Dass sie nicht sprechen kann und auf Gebärdensprache angewiesen ist, wird nicht als Schwäche erzählt, sondern als Teil ihrer Stärke. Alexus, der Witch Collector, ist ebenfalls differenzierter angelegt, als man es zunächst erwartet. Ihre Dynamik lebt weniger von lauten Konflikten als von Spannung, Misstrauen und vorsichtigem Annähern.
Trotz dieser Stärken blieb bei mir eine gewisse Distanz. Die Geschichte hat mich interessiert, aber nicht vollständig mitgenommen. Emotionen, die eigentlich intensiv sein sollten, blieben für mich spürbar, aber gedämpft – als würde ich alles durch eine Glasscheibe beobachten.
Fazit
The Witch Collector ist ein Buch mit vielen guten Ansätzen: einer spannenden Prämisse, starken Charakteren und einer atmosphärischen Welt. Auch wenn ich persönlich keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe, erkenne ich klar, warum so viele Leser:innen dieses Buch lieben. Für Fans von düsterer Romantasy mit langsamer Entwicklung und emotionaler Tiefe dürfte es genau ins Schwarze treffen – für mich blieb es ein solides, interessantes Leseerlebnis ohne echtes Hängenbleiben.
Im Mittelpunkt steht Raina, die seit Jahren auf den einen Tag im Jahr wartet: den Tag, an dem der Witch Collector in ihr Dorf kommt, um die mächtigste Hexe mitzunehmen. Für die Dorfbewohner ist es ein gefürchtetes Ritual, für Raina jedoch Hoffnung. Ihre Schwester wurde vor acht Jahren fortgebracht, und sie ist fest entschlossen, den Witch Collector zu nutzen, um sie zurückzuholen. Doch als politische Konflikte und äußere Bedrohungen eskalieren, wird Raina gezwungen, ausgerechnet mit ihm zusammenzuarbeiten – und ihre klare Vorstellung von Gut und Böse gerät ins Wanken.
Die Welt, die Charissa Weaks erschafft, ist düster, gefährlich und von Magie durchzogen. Das Worldbuilding entfaltet sich eher langsam und verlangt Aufmerksamkeit, um Zusammenhänge wirklich greifen zu können. Für mich persönlich war genau das eine Hürde: Ich bin nie ganz in der Geschichte angekommen, obwohl Setting und Grundidee vielversprechend sind.
Was mich jedoch überzeugt hat, sind die Figuren. Raina ist eine ungewöhnliche Protagonistin: still, beobachtend, klug. Dass sie nicht sprechen kann und auf Gebärdensprache angewiesen ist, wird nicht als Schwäche erzählt, sondern als Teil ihrer Stärke. Alexus, der Witch Collector, ist ebenfalls differenzierter angelegt, als man es zunächst erwartet. Ihre Dynamik lebt weniger von lauten Konflikten als von Spannung, Misstrauen und vorsichtigem Annähern.
Trotz dieser Stärken blieb bei mir eine gewisse Distanz. Die Geschichte hat mich interessiert, aber nicht vollständig mitgenommen. Emotionen, die eigentlich intensiv sein sollten, blieben für mich spürbar, aber gedämpft – als würde ich alles durch eine Glasscheibe beobachten.
Fazit
The Witch Collector ist ein Buch mit vielen guten Ansätzen: einer spannenden Prämisse, starken Charakteren und einer atmosphärischen Welt. Auch wenn ich persönlich keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe, erkenne ich klar, warum so viele Leser:innen dieses Buch lieben. Für Fans von düsterer Romantasy mit langsamer Entwicklung und emotionaler Tiefe dürfte es genau ins Schwarze treffen – für mich blieb es ein solides, interessantes Leseerlebnis ohne echtes Hängenbleiben.