Gut lesbar mit kleinen Schwächen
„The Woman in Suite 11“ ist die Fortsetzung von The Woman in Cabin 10 und begleitet erneut die Journalistin Lo Blacklock. Man kann den Thriller aber auch gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen. Lo Blacklock ist sechs Jahre nach den Ereignissen auf dem Kreuzfahrtschiff wieder beruflich unterwegs, nach langer Elternzeit kämpft sie um berufliche Wiederaufnahme. Die Care-Arbeit und Mutterschaft als Hindernis für Frauen im Job werden realistisch dargestellt. Lo erhält eine Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See. Statt des Hotelbesitzers Marcus Leidmann trifft sie in dessen Suite auf Carrie, seine Geliebte. Auch das luxuriöse Setting am Genfer See ist eindrucksvoll beschrieben. Allerdings wirkt Lo trotz ihrer traumatischen Vergangenheit erneut zu leichtgläubig, was sie etwas unglaubwürdig macht. Die Geschichte beginnt ruhig und steigert sich allmählich, im Mittelteig gab es zum Teil Längen.