Lauwarmer Aufguss
Tee ist der Katalysator, der die magischen Talente der Kinder in Port Mint hervorbringt. Robin findet so heraus, dass sie gedankenlesen kann. Das darf aber keiner wissen, denn die Ausübung dieser Fähigkeit ist verboten. Zusammen mit ihren neuen Freunden Mailin und Cornelius macht sie sich auf die Suche nach ihrem geächteten Vater und nach einem Schatz, dessen Wert und Beschaffenheit weitgehend im Unklaren bleibt. Es wird viel geschlichen, geduckt und geflüstert, ein leeres Haus erforscht, ein Schiff bei Nacht durchsucht, doch zu viel führt das nicht. Die Geschichte ist strack runtergeschrieben, bietet keinen Perspektivwechsel und verliert sich immer wieder in Nebensächlichkeiten, die das Geschehen nicht vorwärtsbringen. Das Beste aber ist, dass im Ankündigungstext auf dem Buchrücken schon verraten wird, wer der Bösewicht ist, obwohl das in der Geschichte erst auf den letzten zwanzig Seiten rauskommt. Alles in allem keine Teespezialität, sondern eher ein lauwarmer Aufguss. Zwei Sterne für die Idee und die farbenfrohen, wenn auch sehr frei interpretierten Illustrationen.