Der barmherzige Millionär

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xirxe Avatar

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Levi kann unbestreitbar Atmosphäre erzeugen. Die Eröffnungsszenen – der Spaziergang durch die erwachende Kleinstadt, der Duft des Cafés, die Beschreibung der zweiundneunzig Bleistiftporträts an den Wänden – sind mit einer geradezu liebevollen Detailversessenheit geschrieben.
Doch was mich stört: Teo, die Hauptfigur, spricht in so kompletten, druckreifen Sätzen, mit einer derartigen Höflichkeit und Eloquenz, die für mich kaum wie echtes Reden klingt - eher wie eine Bühnenfigur. Und nirgendwo eine Spur von Spannung oder Reibung. Offenbar ist dies eine warme, konfliktarme Wohlfühllektüre mit einem gütigen Übermenschen im Zentrum und schrammt stellenweise sehr knapp am Kitsch vorbei.
Nee, das ist nicht so meins.