25 letzte Sommer-Vibes aus Amerika
Hach, was kann man nicht für ein wunderbar harmonisches Leben mit all seinen Mitmenschen führen, wenn man diesen offenherzig, interessiert und großzügig gegenübertritt. Davon handeln die ersten 400 Seiten des 480 Seiten starken 'Theo in Golden', dem „internationalen Bestsellerphänomen“, wie der Piper Verlag die deutsche Übersetzung bewirbt.
Theo, oder besser gesagt Mr. Theo, wie er im Roman genannt werden möchte, ist 86 Jahre alt und lässt sein bisheriges Leben in New York hinter sich, um sich in der kleinen, fiktiven Stadt Golden in den amerikanischen Südstaaten niederzulassen. Warum er das tut, bleibt zunächst eines der Geheimnisse des Romans. Ebenso die Frage, woher eigentlich sein offenbar beträchtliches Vermögen stammt. Theo beginnt nämlich, den Menschen von Golden kleinere und größere Zuwendungen zukommen zu lassen. Meist kauft er Portraits, die er in einer Bar entdeckt, und schenkt sie kurzerhand den darauf abgebildeten Personen. So schließen ihn die Beschenkten schnell ins Herz und erzählen ihm gefühlt innerhalb kürzester Zeit ihre intimsten Wünsche, Sorgen und Lebensgeschichten. Theo hat für alle ein offenes Ohr, ist bald mit halb Golden bestens befreundet und natürlich glücklicher denn je.
Wortreich werden Begegnungen und Lebensgeschichten ausgebreitet, die sich für mich über weite Strecken eher langatmig als berührend angefühlt haben. Vieles hat mich dabei an '25 letzte Sommer' von Stephan Schäfer erinnert. Die Handlung, die Dialoge, eigentlich vieles an diesem Roman wirkte auf mich leider wenig authentisch. Lediglich die Erzählungen des Buchhändlers aus seiner Zeit im Vietnamkrieg gingen mir wirklich ans Herz.
Ja, und als man dann fast vollständig von der Feel-Good-Stimmung eingelullt wurde und sich schon auf ein harmonisches Ende einstellt, kommt doch noch einmal Bewegung in die Geschichte und es wird tatsächlich spannend. Leider fand ich dann aber auch die Auflösung ziemlich konstruiert und nicht sonderlich glaubwürdig.
Vielleicht ist 'Theo in Golden' einfach nicht das richtige Buch für mich gewesen. Wer '25 letzte Sommer' geliebt hat und sich nach noch mehr amerikanischem Wohlfühl- und Lebensweisheiten-Flair sehnt, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen. Für mich war es leider eher ein zäher als ein goldener Roman.
Theo, oder besser gesagt Mr. Theo, wie er im Roman genannt werden möchte, ist 86 Jahre alt und lässt sein bisheriges Leben in New York hinter sich, um sich in der kleinen, fiktiven Stadt Golden in den amerikanischen Südstaaten niederzulassen. Warum er das tut, bleibt zunächst eines der Geheimnisse des Romans. Ebenso die Frage, woher eigentlich sein offenbar beträchtliches Vermögen stammt. Theo beginnt nämlich, den Menschen von Golden kleinere und größere Zuwendungen zukommen zu lassen. Meist kauft er Portraits, die er in einer Bar entdeckt, und schenkt sie kurzerhand den darauf abgebildeten Personen. So schließen ihn die Beschenkten schnell ins Herz und erzählen ihm gefühlt innerhalb kürzester Zeit ihre intimsten Wünsche, Sorgen und Lebensgeschichten. Theo hat für alle ein offenes Ohr, ist bald mit halb Golden bestens befreundet und natürlich glücklicher denn je.
Wortreich werden Begegnungen und Lebensgeschichten ausgebreitet, die sich für mich über weite Strecken eher langatmig als berührend angefühlt haben. Vieles hat mich dabei an '25 letzte Sommer' von Stephan Schäfer erinnert. Die Handlung, die Dialoge, eigentlich vieles an diesem Roman wirkte auf mich leider wenig authentisch. Lediglich die Erzählungen des Buchhändlers aus seiner Zeit im Vietnamkrieg gingen mir wirklich ans Herz.
Ja, und als man dann fast vollständig von der Feel-Good-Stimmung eingelullt wurde und sich schon auf ein harmonisches Ende einstellt, kommt doch noch einmal Bewegung in die Geschichte und es wird tatsächlich spannend. Leider fand ich dann aber auch die Auflösung ziemlich konstruiert und nicht sonderlich glaubwürdig.
Vielleicht ist 'Theo in Golden' einfach nicht das richtige Buch für mich gewesen. Wer '25 letzte Sommer' geliebt hat und sich nach noch mehr amerikanischem Wohlfühl- und Lebensweisheiten-Flair sehnt, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen. Für mich war es leider eher ein zäher als ein goldener Roman.