Am Ende doch nicht ganz meins

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Angesprochen hatte mich hier die Nominierung als Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und "58.000 begeisterte Stimmen auf Goodreads und Amazon" - ich hatte von dem Roman bis jetzt aber noch nichts gehört.

Wie aus dem Nichts taucht Theo im Örtchen Golden auf, er ist für die Bewohner rätselhaft. In einem Café kauft Theo nach und nach Bleistiftporträts, die er den "wahren" Besitzerinnen und Besitzern, den porträtierten Personen, zurückgibt. Beim Treffen mit den jeweiligen Personen hört er zu und lässt sich deren Lebensgeschichte erzählen, einfach, was die Person gerade loswerden möchte.

Romane, die mehrere "Stationen" nacheinander abklappern, in diesem Fall die Geschichten der Porträtierten, laufen meiner Meinung nach immer Gefahr, keinen roten Faden zu haben. Mir ging es hier leider so. Außerdem waren mir manche Geschichten der Personen zu langweilig, während andere eine richtige Wucht waren - war für meinen Geschmack einfach nicht ausgeglichen genug.
Dranbleiben lassen hat mich einzig die Frage nach Theos Vergangenheit und Beweggründe hinter seinem Handeln. Das hat sich recht spät erklärt.
Der Schreibstil und allgemein die Beschreibungen der Orte/Personen waren wunderschön und sehr bildhaft. Auch die Message, man sollte aufmerksamer gegenüber seinen Mitmenschen sein, ist schön, richtig und wichtig.
Den Hype kann ich leider trotzdem nicht nachvollziehen.