Der alte Mann, der Porträts verschenkt

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isablue Avatar

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Das ruhige, reduzierte Cover hatte gleich meine Aufmerksamkeit geweckt und ich war sehr gespannt auf das Buch. Es geht um den alten Mann Theo, der nach Golden kommt und die Porträts, die er in einem Café entdeckt, kauft und an den jeweiligen Menschen zurückgibt. Bei der Übergabe erhält Theo viele Einblicke in die Leben von den Menschen, er selbst hält sich aber immer sehr zurück und erzählt wenig von sich. Die Personen im Buch (aber auch der Leser) fragen sich nicht nur einmal, wer Theo eigentlich ist und warum er in Golden ist. Für einige der Porträtierten ist dies der einzige Kontakt mit Theo, aber mit einigen Menschen entstehen richtige Freundschaften. Das Buch begleitet Theos Leben in Golden, auch außerhalb der Übergaben, und Theo berührt alle Menschen, denen er begegnet.
Auch mich hat diese Geschichte tief berührt. Es ist Theos Art, seine Freundlichkeit, seine Großzügigkeit und dass er sich immer Zeit für die Anderen nimmt und immer das Beste in ihnen sieht. Die anderen Personen haben mir ebenso gefallen; der Leser erhält Einblicke in die Lebensgeschichte von ganz unterschiedlichen Menschen, alt und jung, laut und leise, arm und reich. Es liegt bestimmt auch am anschaulichen und gefühlvollen Schreibstil, dass ich das Buch so schnell gelesen habe. Es gab zwischendurch zwar ein paar Längen, aber trotzdem hat mich die Geschichte begeistert.
Theos Großherzigkeit und seine Nächstenliebe überzeugen einfach und regen zum Nachdenken an. Mir wird das Buch noch lange in Erinnerung bleiben und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!