Ein leiser, atmosphärischer Roman über Güte, Nähe und die Wirkung kleiner Momente.
Ein schönes und sowohl optisch als auch haptisch sehr gelungenes Buch, das durchaus das Zeug zum Bestseller hat. Schon die ersten Seiten sind gut lesbar; die ruhige, unaufgeregte Sprache hat mich sofort abgeholt. Der Autor versteht es, Theo als großes Geheimnis wirken zu lassen.
Die Stadt Golden wird mit einer solchen Liebe zum Detail beschrieben, dass ich den Ort beinahe vor mir sehen konnte: die Promenade, das Café, der Buchladen. Man wünscht sich als Leser, dort zu sein, in Sheps Café zu sitzen, die Porträts an den Wänden zu betrachten — und vielleicht mit etwas Glück auch Theo zu begegnen.
Über Theo erfährt man nur wenig, aber man lernt ihn durch sein Handeln kennen und schätzen. Schön, wie er Menschen beschenkt, wie er wohlwollend ist, wie er alles positiv nimmt. Das Buch kann eine Anregung sein, das Schöne zu sehen, freundlich mit Mitmenschen umzugehen, sich wirklich mit dem Gegenüber zu beschäftigen, das Handy wegzulegen und Menschen spüren zu lassen, dass man an ihnen interessiert ist.
Der Autor schafft starke Bilder und schöne Episoden: Theos Erinnerungen an seine Kindheit, sein Treffen mit einem Maler am Fluss, die allabendliche Betrachtung des Sonnenuntergangs als stille Verabredung mit einer Frau, deren Tochter bei einem Autounfall mit ihrer betrunkenen Mutter ums Leben kam. Wunderbar.
An einzelnen Stellen wirkt das Buch leicht kitschig, fast wie ein Heile-Welt-Roman. Es ist aber keiner. Es ist ein Wohlfühlbuch, das mit Theos plötzlichem Tod zwar traurig endet, gleichwohl aber versöhnlich bleibt und den Leser in einer melancholisch warmen Stimmung zurücklässt.
Das Ende ist sehr gut gemacht: Alle Fragen um Theo werden beantwortet — durch einen Nachruf in einer New Yorker Zeitung und durch einen Brief Theos an seinen Sohn, den Maler Asher. Bemerkenswert für ein Erstlingswerk eines älteren Autors. Levi hat einen vielschichtigen, in sich stimmigen Plot entworfen, der weder trivial noch platt ist. Ich kann mir vorstellen, dass er sich ein wenig in die Figur des Theo hineingeschrieben hat; zumindest denke ich das, wenn ich das Autorenfoto betrachte.
Die Feder auf dem Buchcover hat Levi selbst gestaltet. Theo betrachtete als Kind Federn mit der Lupe, und eines seiner letzten Bilder zeigt ebenfalls eine Feder. Insgesamt ist das sehr schön gemacht.
Das Buch hat mich an mehreren Stellen gerührt und einen Anstoß gegeben, etwas mehr Theo zu wagen. Ein leichter Kitsch-Vorwurf ist möglich, gleichwohl handelt es sich um ein sehr schönes Buch für jeden und jede. Man merkt, dass der Autor alles hineingelegt hat. Bücher wie dieses haben das Zeug zum Bestseller — nicht weil sie die „besten“ Bücher im literarischen Sinn sind, sondern weil sie Leser berühren und für eine breite Masse funktionieren. Für mich ist es diesbezüglich vergleichbar mit Der Gesang der Flusskrebse.
Die Stadt Golden wird mit einer solchen Liebe zum Detail beschrieben, dass ich den Ort beinahe vor mir sehen konnte: die Promenade, das Café, der Buchladen. Man wünscht sich als Leser, dort zu sein, in Sheps Café zu sitzen, die Porträts an den Wänden zu betrachten — und vielleicht mit etwas Glück auch Theo zu begegnen.
Über Theo erfährt man nur wenig, aber man lernt ihn durch sein Handeln kennen und schätzen. Schön, wie er Menschen beschenkt, wie er wohlwollend ist, wie er alles positiv nimmt. Das Buch kann eine Anregung sein, das Schöne zu sehen, freundlich mit Mitmenschen umzugehen, sich wirklich mit dem Gegenüber zu beschäftigen, das Handy wegzulegen und Menschen spüren zu lassen, dass man an ihnen interessiert ist.
Der Autor schafft starke Bilder und schöne Episoden: Theos Erinnerungen an seine Kindheit, sein Treffen mit einem Maler am Fluss, die allabendliche Betrachtung des Sonnenuntergangs als stille Verabredung mit einer Frau, deren Tochter bei einem Autounfall mit ihrer betrunkenen Mutter ums Leben kam. Wunderbar.
An einzelnen Stellen wirkt das Buch leicht kitschig, fast wie ein Heile-Welt-Roman. Es ist aber keiner. Es ist ein Wohlfühlbuch, das mit Theos plötzlichem Tod zwar traurig endet, gleichwohl aber versöhnlich bleibt und den Leser in einer melancholisch warmen Stimmung zurücklässt.
Das Ende ist sehr gut gemacht: Alle Fragen um Theo werden beantwortet — durch einen Nachruf in einer New Yorker Zeitung und durch einen Brief Theos an seinen Sohn, den Maler Asher. Bemerkenswert für ein Erstlingswerk eines älteren Autors. Levi hat einen vielschichtigen, in sich stimmigen Plot entworfen, der weder trivial noch platt ist. Ich kann mir vorstellen, dass er sich ein wenig in die Figur des Theo hineingeschrieben hat; zumindest denke ich das, wenn ich das Autorenfoto betrachte.
Die Feder auf dem Buchcover hat Levi selbst gestaltet. Theo betrachtete als Kind Federn mit der Lupe, und eines seiner letzten Bilder zeigt ebenfalls eine Feder. Insgesamt ist das sehr schön gemacht.
Das Buch hat mich an mehreren Stellen gerührt und einen Anstoß gegeben, etwas mehr Theo zu wagen. Ein leichter Kitsch-Vorwurf ist möglich, gleichwohl handelt es sich um ein sehr schönes Buch für jeden und jede. Man merkt, dass der Autor alles hineingelegt hat. Bücher wie dieses haben das Zeug zum Bestseller — nicht weil sie die „besten“ Bücher im literarischen Sinn sind, sondern weil sie Leser berühren und für eine breite Masse funktionieren. Für mich ist es diesbezüglich vergleichbar mit Der Gesang der Flusskrebse.