Gesichter mit Geschichten

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urmeli Avatar

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Der 86-jährige Theo ist in die Kleinstadt Golden im amerikanischen Süden gereist, warum und wer er ist, bekommt man nicht aus ihm heraus. In einem Cafe sieht er eine ganze Reihe Bleistiftporträts von Gesichtern hängen, laut Barista leben diese Menschen in Golden und wurden von einer Fotovorlage gezeichnet. Theo beschließt, da diese sehr guten Werke nicht teuer sind, einige zu kaufen und den Dargestellten zukommen zu lassen. Nach einiger Recherchearbeit und handgeschriebenen Briefen lädt er diese Menschen nacheinander auf eine öffentliche Bank zur Übergabe ein. Dabei erfährt er durch seine charmante und herzliche Art viel über diesen Menschen. Er hört sehr genau zu, was sie bewegt. Darunter sind so verschiedene Menschen wie eine Wirtschaftsprüferin, ein Raumpfleger oder die Obdachlose Ellen. Auch wir lernen diese Menschen kennen und lieben und manche Vorurteile verflüchtigen sich. Bei Asher, den Künstler dieser Werke, geht er bald ein und aus.
Was es mit dem ganzen Jahr, welches Theo in Golden verbringt, auf sich hat, erfährt man erst auf den letzten Seiten des Romans und versteht erst dann den ganzen Zusammenhang. Trotz der Länge war dieser Roman für mich an keiner Stelle langweilig oder langatmig. Er wurde sich Zeit genommen für die Beschreibung der Menschen, für ihre Geschichten. Dies alles in einem hervorragenden humorvollen und einfühlsamen Schreibstil, der mich gefangen genommen hat.