Golden im Herzen
An einem Frühlingsmorgen taucht ein Fremder namens Theo in der Kleinstadt Golden auf. Niemand weiß, woher er kommt oder warum. Im örtlichen Café entdeckt er zweiundneunzig Bleistiftporträts der Einwohner, gezeichnet von einer lokalen Künstlerin. Theo beginnt, sie nach und nach zu kaufen, nicht für sich, sondern um sie den Abgebildeten zurückzugeben. Mit jedem Bild, das er verschenkt, öffnet sich eine Geschichte: alte Wunden, verborgene Sehnsüchte, kleine und große Lebenswenden. Golden wird so zu einem Ort, an dem Menschen sich plötzlich wirklich gesehen fühlen.
Was dieses Buch trägt, ist vor allem die Sprache. Levi schreibt mit einer Ruhe und Sorgfalt, die einen fast zwingt, langsamer zu lesen, als man es gewohnt ist. Man will keinen Satz überspringen, weil jeder einzelne so behutsam gesetzt ist. Dazu kommt ein Figurenreichtum, der berührt, ohne kitschig zu werden. Man lacht, man wird nachdenklich, an mancher Stelle auch gerührt.
Ganz ohne Längen kommt die Geschichte jedoch nicht aus. Gerade in der Mitte nimmt sich der Roman viel Zeit für Nebenschauplätze und Beobachtungen, die schön zu lesen sind, das Tempo aber merklich drosseln. Wer zügige Handlung erwartet, könnte hier ungeduldig werden. Wer sich aber auf das gemächliche Erzähltempo einlässt, wird mit einem Ende belohnt, das wirklich nachwirkt.
Insgesamt ist „Theo in Golden“ ein warmherziges, sprachlich wunderschönes Buch über Freundlichkeit und das, was passiert, wenn man Menschen wirklich anschaut. Zwar mit ein paar Durchhängern, die man dem wundervollen Buch aber gern verzeiht.
Was dieses Buch trägt, ist vor allem die Sprache. Levi schreibt mit einer Ruhe und Sorgfalt, die einen fast zwingt, langsamer zu lesen, als man es gewohnt ist. Man will keinen Satz überspringen, weil jeder einzelne so behutsam gesetzt ist. Dazu kommt ein Figurenreichtum, der berührt, ohne kitschig zu werden. Man lacht, man wird nachdenklich, an mancher Stelle auch gerührt.
Ganz ohne Längen kommt die Geschichte jedoch nicht aus. Gerade in der Mitte nimmt sich der Roman viel Zeit für Nebenschauplätze und Beobachtungen, die schön zu lesen sind, das Tempo aber merklich drosseln. Wer zügige Handlung erwartet, könnte hier ungeduldig werden. Wer sich aber auf das gemächliche Erzähltempo einlässt, wird mit einem Ende belohnt, das wirklich nachwirkt.
Insgesamt ist „Theo in Golden“ ein warmherziges, sprachlich wunderschönes Buch über Freundlichkeit und das, was passiert, wenn man Menschen wirklich anschaut. Zwar mit ein paar Durchhängern, die man dem wundervollen Buch aber gern verzeiht.