Gute Idee, aber schwache Umsetzung

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melodiaa Avatar

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In "Theo in Golden" von Allen Levi geht es um Theo, einen älteren und wohlhabenden Mann, der in die kleine Stadt Golden kommt. Dort entdeckt er in einem Café 92 Bleistiftporträts von Menschen aus der Stadt. Er kauft die Bilder und schenkt sie anschließend den Personen, die darauf zu sehen sind. Dadurch lernt Theo viele unterschiedliche Menschen kennen und erfährt mehr über ihre Leben und Probleme.
Die Grundidee der Geschichte fand ich wirklich interessant. Besonders die Idee mit den Porträts hat mir gut gefallen, weil Theo dadurch mit den verschiedensten Menschen in Kontakt kommt. Auch die Botschaft des Buches finde ich schön. Theo möchte die Menschen dazu bringen, Gutes zu tun und mehr aufeinander zu achten. Ich mag den Gedanken, dass schon kleine gute Taten etwas bewirken können. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte war für mich teilweise sehr zäh und hat sich an einigen Stellen ziemlich gezogen. Manche Situationen wirkten auf mich außerdem etwas aufgesetzt und nicht ganz natürlich.
Auch Theo selbst blieb mir zu rätselhaft. Ich hätte gerne mehr über seine Vergangenheit und seine Gedanken erfahren. Dadurch konnte ich keine richtige Nähe zu ihm aufbauen und hatte beim Lesen oft eine gewisse Distanz zu seiner Figur. Die anderen Personen, denen Theo begegnet, fand ich teilweise interessant, allerdings wurden sie für meinen Geschmack nicht tief genug ausgearbeitet. Ich hätte gerne mehr über ihre Geschichten und Gefühle erfahren.
Insgesamt hat "Theo in Golden" eine schöne Grundidee und eine positive Botschaft. Leider waren mir die Handlung teilweise zu zäh und die Figuren zu wenig ausgearbeitet. Deshalb konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Für mich sind es 2,5 von 5 Sternen.