Lebensgeschichten in Porträts
Mit seinem Debütroman nimmt uns Allen Levi mit auf eine interne Reise durch unterschiedliche Lebensweisen und Geschichten einer Kleinstadt. Theo, der etwas mysteriöse ältere Herr, krempelt eine Kleinstadt in den USA um, indem er Bleistiftzeichnungen, die er in einem Café erwirbt, den Menschen überreicht, die abgebildet sind. Um sie zu treffen, formuliert er handgeschriebene Briefe und lädt sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Park auf eine Bank ein. Die Grundidee findet ich nach wie vor sehr ansprechend und auch die Einwohner, die uns Levi vorstellt, oft interessant. Im Verlauf des Buches kam aber keine wirkliche Spannung auf und auch die internen Wendungen tragen nicht wirklich weit, die Anzahl der Porträts waren meines Erachtens einfach etwa zu Viele. Wer Spaß an kurzen Persönlichkeitsepisoden, Suche nach Nähe und Freundlichkeit sowie den Einblick in amerikanische Gedankenwelt hat, wird sich mit Levi und Theo gut verstehen.