Lesenswert

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schulkind Avatar

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Ein sehr wertig und schön aussehendes Buch mit einem geschmackvoll-zurückhaltendem Cover in dezenten Farben - so kommt "Theo in Golden" von Levi Allen daher. Für mich eines DER Bücher, die ich bis jetzt in 2026 gelesen habe. Schade nur, dass ich es bereits im Sommer gelesen habe, da es für mich der ideale Schmöker für kuschelige Lesestunden im Herbst gewesen wäre.
Erzählt wird der Roman in einem ganz wunderbaren Sprachstil, der immer genau den Mittelweg zwischen Poesie und Realität findet. Der vermögende 86 Jahre alte Theo kommt nach einem bewegten Leben in der Südstaatenstadt Golden an, wo er sich nach einem kurzen Hotelaufenthalt in einer schönen Wohnung niederlässt, um geschäftliche Angelegenheiten zu erledigen. Alles nimmt jedoch im örtlichen Cafe seinen Lauf, nachdem Theo dort die 92 Bleistiftportraits verschiedener Cafebesucher betrachtet hat und den Entschluss fasst, diese zu kaufen und den Portraitierten zu schenken. Nach der ersten Schenkung dachte ich noch, dass es jetzt im weiteren Verlauf in der Hauptsache um Theo und die Beschenkte gehen wird. Dem ist aber nicht so. Jedes Portrait entfaltet eine eigene wunderbare Geschichte, die gleichzeitig traurig aber auch hoffnungsfroh ist. Nach und nach erfährt man Details aus Theos Leben, die ebenfalls zugleich traurig und schön sind. Mehr mag ich gar nicht verraten, da ich die Lektüre dieses Buches nur wärmstens empfehlen kann, wenn man gute Geschichten schätzt.