Schön und warmherzig, aber leider zu ruhig

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katyleh Avatar

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„Theo in Golden“ ist ohne Frage ein warmherziger und besonderer Roman. Die Idee rund um die 92 Bleistiftporträts, die Theo nach und nach kauft und zu ihren rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern zurückbringt, ist schön und steckt voller Menschlichkeit. Dabei entstehen Begegnungen, Freundschaften und kleine Geschichten, die zeigen, wie viel eine gute Tat bewirken kann.
Theo selbst ist ein ausgesprochen sympathischer, großzügiger und warmherziger Protagonist. Ein echter Vorzeigemensch, mit dem man sich beim Lesen durchaus wohlfühlen kann. Für meinen Geschmack war er allerdings auch ein wenig zu perfekt – und ehrlich gesagt etwas zu langweilig.
Denn genau hier liegt mein persönliches Problem mit dem Buch: Mir war die Geschichte einfach zu wenig ereignisreich und stellenweise zu langatmig. Wer gerne in eine ruhige Geschichte eintaucht und sich beim Lesen einfach treiben lassen möchte, ohne ständig große Spannung oder überraschende Wendungen zu erwarten, wird mit „Theo in Golden“ vermutlich sehr glücklich werden.
Ich persönlich bevorzuge allerdings Geschichten, bei denen ich richtig mitfiebern kann, die mich durch eine spannende Handlung packen und bei denen ich das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Dieses Gefühl hatte ich hier leider nicht.
Trotzdem vergebe ich 3 Sterne, denn hinter der ruhigen Erzählweise steckt definitiv eine schöne und liebevolle Geschichte über Großzügigkeit, Menschlichkeit und die Verbindung zwischen Menschen. Für mich persönlich war sie nur einfach zu ruhig und zu wenig spannend.