Schwülstige Heiligkeit in amerikanischer Kleinstadt
Es gibt diese großen, magischen Geschichten mit wertvoller Botschaft, deren Ruf ihnen weit vorauseilt. Und man weiß genau, dass man diesen Roman einfach lesen MUSS:
Doch dann? Der harte Sturz von himmelhochjauchzend zu der betrübten Einsicht, dass man selbst die Erzählung nicht so fühlt, wie man es erhofft hatte.
So erging es mir mit Theo. Der taucht als Fremder in Golden auf und ist gekommen, um Gutes zu tun. Im Café der Stadt hängen besondere, gezeichnete Porträts eines lokalen Künstlers. Theo ist überwältigt von der Geschichte, die jedes der Bilder transportiert. So macht er es sich zum Projekt, jedes Porträt dem Porträtierten zu schenken im Austausch gegen ein wenig Zeit, ein Gespräch, eine Geschichte. Und weil Theo ein so begnadeter Zuhörer ist, gewinnen dadurch alle.
Genau diese zauberhafte Idee hatte mich gelockt, den Roman zu lesen. Leider stellte sich die praktische Umsetzung weniger erquicklich dar. Die Geschichte ist auf rund 500 Seiten in epischer Ausführlichkeit erzählt. Die Erzählweise wirkt äußerst amerikanisch und glorifizierend.
Der Begriff der Heiligkeit wird leider überstrapaziert: Wir haben eine „Person, die zur Heiligkeit fähig ist“. Und erleben den Moment, „da der Himmel Besitz von seiner Seele ergriff.“ Kurzum: Der Schreibstil ist überbordend und schwülstig und hielt mich hartnäckig davon ab, einen wahren Zugang zum Geschehen zu finden. Mein einziger Lichtblick war Tony, der Inhaber des Buchladens „Verbivore“, mit seiner theatralischen Art.
Der geradezu glorifizierte Theo jedoch erschlug mich mit seinen vermeintlichen Weisheiten, die allesamt doch an der Oberfläche schwammen und eher einem netten Feelgood-Roman zuzuordnen wären. Die Heiligkeit nahm derart überhand, dass mich nicht einmal das dramatisch gedachte Ende in irgendeiner Form berühren konnte.
Mich konnte die Geschichte aufgrund des schwülstigen Schreibstils leider nicht erreichen.
Doch dann? Der harte Sturz von himmelhochjauchzend zu der betrübten Einsicht, dass man selbst die Erzählung nicht so fühlt, wie man es erhofft hatte.
So erging es mir mit Theo. Der taucht als Fremder in Golden auf und ist gekommen, um Gutes zu tun. Im Café der Stadt hängen besondere, gezeichnete Porträts eines lokalen Künstlers. Theo ist überwältigt von der Geschichte, die jedes der Bilder transportiert. So macht er es sich zum Projekt, jedes Porträt dem Porträtierten zu schenken im Austausch gegen ein wenig Zeit, ein Gespräch, eine Geschichte. Und weil Theo ein so begnadeter Zuhörer ist, gewinnen dadurch alle.
Genau diese zauberhafte Idee hatte mich gelockt, den Roman zu lesen. Leider stellte sich die praktische Umsetzung weniger erquicklich dar. Die Geschichte ist auf rund 500 Seiten in epischer Ausführlichkeit erzählt. Die Erzählweise wirkt äußerst amerikanisch und glorifizierend.
Der Begriff der Heiligkeit wird leider überstrapaziert: Wir haben eine „Person, die zur Heiligkeit fähig ist“. Und erleben den Moment, „da der Himmel Besitz von seiner Seele ergriff.“ Kurzum: Der Schreibstil ist überbordend und schwülstig und hielt mich hartnäckig davon ab, einen wahren Zugang zum Geschehen zu finden. Mein einziger Lichtblick war Tony, der Inhaber des Buchladens „Verbivore“, mit seiner theatralischen Art.
Der geradezu glorifizierte Theo jedoch erschlug mich mit seinen vermeintlichen Weisheiten, die allesamt doch an der Oberfläche schwammen und eher einem netten Feelgood-Roman zuzuordnen wären. Die Heiligkeit nahm derart überhand, dass mich nicht einmal das dramatisch gedachte Ende in irgendeiner Form berühren konnte.
Mich konnte die Geschichte aufgrund des schwülstigen Schreibstils leider nicht erreichen.