Sehr amerikanische Erzählung
Als eines Tages ein älterer Herr in die Kleinstadt Golden in den US Südstaaten zieht, ahnt keine:r der Bewohner:innen, wie sich das auf das Stadtleben auswirken soll. Theo, der Protagonist, beginnt sich als Kunstmäzen und Gönner der Menschen der Stadt zu etablieren und das Leben dort vielleicht ein kleines bisschen besser zu machen.
Der Roman wird vollmundig damit beworben, dass er das Leben der Leser:innenschaft verändern wird, ein Versprechen, dass man sonst eher aus der Ratgeberliteratur kennt. Vielleicht löst sich dieses Versprechen für den Heimat Markt des amerikanischen Autor Allen Levi sogar ein. Für meinen Geschmack ist die Geschichte dann aber doch zu amerikanisch: Bauernkind aus Portugal hat es geschafft, verfügt jetzt über beträchtliches Vermögen, schwingt sich zum Wohltäter der Gemeinde auf. Dabei bleibt die Handlung leider deutlich auf der Strecke. Diese plätschert für die ersten paar Hundert Seiten episodenhaft vor sich hin, bevor sie dann auf den letzten 80 Seiten mit einer tatsächlich gelungenen Enthüllung nochmal Fahrt aufnimmt. Mir fehlt für diese Geschichte, die tatsächlich immer wieder schöne, vielleicht sogar inspirierende Momente hat, der übergreifende Bogen. Es liest sich zwar ganz angenehm, ist aber sicher kein sprachliches Meisterwerk und dafür trägt dann für mich auch die Handlung nicht genug.
"Theo in Golden" bietet sich vielleicht als Realitätsflucht an. Und vielleicht lässt sich dadurch auch der Erfolg erklären. Gesellschaftliche Probleme wie Armut oder Obdachlosigkeit bedürfen eigentlich nur eines Wohltäters, der mal anpackt, und schon sind alle Probleme gelöst, vor allem, weil sich jetzt alle gut fühlen.
Auf 480 Seiten ist man für den Herbst vielleicht ganz nett unterhalten, hinter den großen Werbeversprechen bleibt "Theo in Golden" aber zurück.
Der Roman wird vollmundig damit beworben, dass er das Leben der Leser:innenschaft verändern wird, ein Versprechen, dass man sonst eher aus der Ratgeberliteratur kennt. Vielleicht löst sich dieses Versprechen für den Heimat Markt des amerikanischen Autor Allen Levi sogar ein. Für meinen Geschmack ist die Geschichte dann aber doch zu amerikanisch: Bauernkind aus Portugal hat es geschafft, verfügt jetzt über beträchtliches Vermögen, schwingt sich zum Wohltäter der Gemeinde auf. Dabei bleibt die Handlung leider deutlich auf der Strecke. Diese plätschert für die ersten paar Hundert Seiten episodenhaft vor sich hin, bevor sie dann auf den letzten 80 Seiten mit einer tatsächlich gelungenen Enthüllung nochmal Fahrt aufnimmt. Mir fehlt für diese Geschichte, die tatsächlich immer wieder schöne, vielleicht sogar inspirierende Momente hat, der übergreifende Bogen. Es liest sich zwar ganz angenehm, ist aber sicher kein sprachliches Meisterwerk und dafür trägt dann für mich auch die Handlung nicht genug.
"Theo in Golden" bietet sich vielleicht als Realitätsflucht an. Und vielleicht lässt sich dadurch auch der Erfolg erklären. Gesellschaftliche Probleme wie Armut oder Obdachlosigkeit bedürfen eigentlich nur eines Wohltäters, der mal anpackt, und schon sind alle Probleme gelöst, vor allem, weil sich jetzt alle gut fühlen.
Auf 480 Seiten ist man für den Herbst vielleicht ganz nett unterhalten, hinter den großen Werbeversprechen bleibt "Theo in Golden" aber zurück.