Wohltäter und Menschenfreund

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ulgu1978 Avatar

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Theo - seinen vollen Namen erfährt man erst am Ende des Buches - kommt nach Golden und bleibt für ein gutes Jahr dort. Niemand in dem Ort weiß, wer er wirklich ist und warum er nach Golden gekommen ist. Er versteht es mit seiner liebenswürdigen Art die Menschen dort für sich einzunehmen und schließt bald mehrere Bekannt- und Freundschaften. Er verschenkt gezeichnete Porträts an die abgebildeten Personen und erfährt bei der Übergabe die Lebensgeschichten der Beschenkten.
Eine unaufgeregte Erzählung, die mich trotzdem in ihren Bann gezogen hat. Auch wenn ich mich beim Lesen immer wieder gefragt habe, ob ein Mensch immer, wirklich immer nur freundlich sein kann. Nur zweimal schafft Theo es, sich von einer anderen Seite zu zeigen. Auch fast alle anderen Personen in diesem Buch waren mir sympathisch.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ich fand es interessant als Leserin zu beobachten wie sich die Personen verhielten, wenn sie Theos Brief mit der Bitte/Einladung, ihn zu treffen, erhielten. Und wenn sie sich trauten, der Einladung eines ihnen unbekannten Menschen nachzukommen, wie Theo sie dazu brachte, ihm ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Und trotzdem hatte ich das gesamte Buch über das Gefühl ein schönes Märchen zu lesen, das mich aber gut unterhalten hat. Wer schöne Geschichten mag, wird diese lieben.